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Bistum Limburg : Umstrittene Bischofswohnung zu Museum umgestaltet

  • Aktualisiert am

Fortan ein Museum: das ehemalige Bischofshaus (rechts) neben dem Dom zu Limburg Bild: dpa

Zu Zeiten des Bischofs Tebartz-van Elst hat das Bischofshaus in Limburg überregionales Aufsehen erregt - wegen seiner feinen Ausstattung. Nun wird es zum Museum.

          Fünf Jahre nach der Abberufung des umstrittenen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst wird seine frühere Wohnung teilweise als Museum genutzt. Nach Angaben des Bistums dient das Erdgeschoss nun als Ausstellungsfläche und das Untergeschoss als Depot des Diözesanmuseums. Der Umbau habe 225.000 Euro gekostet, teilte das in Hessen und Rheinland-Pfalz liegende Bistum mit.

          Die Wohnung ist Teil des neuen Limburger Bischofssitzes, der vor einigen Jahren wegen seiner Baukosten von rund 31 Millionen Euro als „Protzbau“ in die Schlagzeilen geraten war. Allein die edel ausgestattete, 280 Quadratmeter große Bischofswohnung schlug nach früheren Angaben mit rund sechs Millionen Euro zu Buche.

          Zusatzkosten wegen Baustopps

          Der Umbau der Wohnung begann im November 2017. Im darauffolgenden März wurde bekannt, dass die Diözese wegen einer Fehlplanung und eines verhängten Baustopps Zusatzkosten tragen muss. Diese seien in den 225.000 Euro Umbaukosten eingerechnet, erläuterte ein Bistumssprecher.

          Interessierte können in den Räumlichkeiten vom 17. April an eine Ausstellung zur Bistumsgeschichte besuchen. Im ehemaligen Arbeitszimmer stehen der Diözese zufolge 130 Objekte. Sonderschauen sollen im früheren Wohnzimmer präsentiert werden. Auch die frühere Privatkapelle des Bischofs kann besichtigt werden.

          Tebartz-van Elst war im März 2014 wegen des Skandals um die Kostenexplosion sowie heftiger Kritik an seiner Amtsführung aus Limburg abberufen worden. Sein Nachfolger Georg Bätzing hatte sich dagegen entschieden, in die neue Bischofswohnung zu ziehen.

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