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Grüner Landtagsabgeordneter : Von wegen ein „Öko-Weichei“

  • -Aktualisiert am

Grüner Landtagsabgeordneter in Hessen: Frank Kaufmann ist Siebzig geworden (Archivbild). Bild: Frank Röth

Frank Kaufmanns Spitzname ist „Jumbo“ und seine Landtagsdurchwahl 747. Dabei zählt der grüne Abgeordnete aus Hessen zu den schärfsten Kritikern einer Flughafenerweiterung. Nun ist er Siebzig geworden und will es noch einmal wissen.

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          Wenn er im Landtag ans Rednerpult tritt, sinkt der Lautstärkepegel und der Aufmerksamkeitsgrad steigt. Frank Kaufmann ist einer der wenigen Parlamentarier, bei denen sich das Hinhören fast immer lohnt, egal ob er zur anstehenden Reform der Landesverfassung oder zum Start von Billigfliegern am Frankfurter Flughafen spricht oder der Opposition in Sachen Haushaltspolitik temperamentvoll die Leviten liest. Typisch „Berliner Schnauze“ halt, schließlich ist der Grüne aus Dietzenbach an der Spree geboren.

          Ralf Euler
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Geschult, gestählt und perfektioniert hat er sein rhetorisches Talent in unzähligen Landtagsdebatten, endlosen Parteitagsdiskussionen und, als passionierter Fastnachter, in launigen Büttenreden. Nach mittlerweile 22 Jahren im Landtag ist Kaufmann ein Spezialist auch für jene Fälle, in denen sich die Grünen aus einer heiklen Lage winden müssen; beispielsweise wenn es um die Zukunft des Frankfurter Flughafens geht. Zu Oppositionszeiten gehörte der Mann mit dem Spitznamen „Jumbo“ und der Landtagsdurchwahl 747 zu den schärfsten Kritikern einer Flughafenerweiterung.

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