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Landespolitik : Nach den Sommerferien mehr Ganztagsangebote an hessischen Schulen

  • Aktualisiert am

Die Ganztagsangebote an hessischen Schulen nehmen zu. Nach den Sommerferien werden 61 weitere Schulen nachmittags Betreuung und freiwilligen Unterricht organisieren. Die SPD will indes auch fächerübergreifende Förderung.

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          Die Ganztagsangebote an hessischen Schulen nehmen zu. Nach den Sommerferien werden 61 weitere Schulen am Nachmittag Betreuung und freiwilligen Unterricht organisieren, wie Kultusministerin Karin Wolff (CDU) am Mittwoch mitteilte. Die Kommunen als Schulträger hatten allerdings 146 Anträge eingereicht. Die Opposition kritisierte deshalb am Mittwoch Wolffs Bemühungen als völlig unzureichend. Den neu hinzu kommenden Schulen weist das Land für rund 3,3 Millionen Euro im Jahr 67 zusätzliche Lehrerstellen zu.

          Die Ministerin hat nach eigenen Angaben die Zahl der Ganztagsangebote seit ihrem Amtsantritt vor fünf Jahren auf rund 290 verdoppelt. Wolff versprach, die Ganztagsangebote Schritt für Schritt „in einem Umfang auszubauen, der dem Bedarf in den Städten und Landkreisen gerecht wird“. Bei der Auswahl habe sie auf eine regionale, alle Schulformen umfassende Verteilung geachtet und bislang eher zurückhaltenden Flächenkreisen Vorrang eingeräumt: „Mit dem Ganztagsprogramm nach Maß werden wir für jeden ein Angebot in räumlicher Nähe erreichbar machen.“

          SPD: Auch fächerübergreifende Förderung nötig

          Die FDP mahnte mehr Tempo beim Ausbau an: „Viele Eltern warten händeringend auf die Angebote“, sagte die Landtagsabgeordnete Dorothea Henzler. Doch Wolff blockiere dies mit bürokratischen Richtlinien wie etwa der Organisation des Mittagessens. Für die Grünen zeigt die hohe Zahl nicht bewilligter Anträge, daß die Ganztagsangebote in Hessen nicht ausreichten und Wolffs Ausbauprogramm zu kurz greife. Nachbarländer wie etwa Rheinland-Pfalz seien viel weiter, sagte Fraktionssprecherin Elke Cezanne.

          Die SPD warf der Ministerin vor, Ganztagsangebote auf pädagogische Mittagsbetreuung zu reduzieren. Notwendig seien aber fächerübergreifende Förderung und eine engere Verbindung von Bildung und Erziehung, sagte die Abgeordnete Heike Habermann: „Wenn für 61 neue Angebote lediglich 67 neue Lehrerstellen zur Verfügung gestellt werden, dann zeigt dies, daß Frau Wolff die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat.“

          Den Schulen auch Cafeteria vorgeschrieben

          Die Richtlinien des Kultusministeriums verlangen von Schulen mit Ganztagsangeboten, daß sie ein warmes Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Rückzugsmöglichkeiten, Förderunterricht sowie Bildungs- und Betreuungsangebote organisieren. Neben einem Speiseraum ist auch eine Cafeteria vorgeschrieben.

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