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Landespolitik : CDU und Opposition: Weiter Reformbedarf bei hessischen Schulen

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Trotz des dritten Platzes hessischer Grundschulen im Ländervergleich Iglu sehen Landesregierung und Opposition weiteren Reformbedarf. Allerdings sind sie sichmit Blick auf die Mittel uneins.

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          Trotz des dritten Platzes hessischer Grundschulen im Ländervergleich Iglu sehen Landesregierung und Opposition weiteren Reformbedarf. Während SPD und Grüne aber das gemeinsame Lernen in der Grundschule verlängern wollen, setzt Kultusministerin Karin Wolff (CDU) auf eine praxisnähere Ausbildung der Lehrer und eine bessere Beratung der Viertkläßler über ihre Schullaufbahn. Dies wurde am Donnerstag bei einer Debatte im Wiesbadener Landtag deutlich. Die FDP forderte mehr Geld für die Grundschulen.

          Die am Mittwoch offiziell vorgestellte Studie hatte den hessischen Grundschulen hinter Bayern und Baden-Württemberg den dritten Platz der sieben Teilnehmerländer zugewiesen. Zudem stellte sie fest, daß jeder zweite Viertkläßler eine falsche Schulempfehlung erhält. Den Ausschlag gibt statt der Leistung oft die soziale Herkunft.

          Grüne: Daten für Studie vor Wirken der CDU-Politik erhoben

          Die Grüne Priska Hinz wies darauf hin, daß die Daten für die Studie im Frühjahr 2001 erhoben worden waren. Das Abschneiden habe „also mit der Politik der CDU noch nicht so viel zu tun“. Dagegen zeige die Studie den Erfolg der Reformpädagogik der Grundschulen. Wer Chancengleichheit wolle, müsse die Grundschulzeit ausdehnen. Darauf pochte auch die Sozialdemokratin Heike Habermann: „Sie müssen die Frage beantworten, warum Sie Schullaufbahnen zubetonieren“, hielt sie der für ein gegliedertes Schulsystem eintretenden CDU vor.

          Kultusministerin Wolff erwiderte, daß die Schulempfehlungen im sozialdemokratisch regierten Nordrhein-Westfalen schlechter seien als in Hessen: „Das kann also mit der bildungspolitischen Richtung nichts zu tun haben.“ Die Antwort liege darin, die Diagnosefähigkeit der Lehrer zu stärken, „damit die Entscheidungen richtig fallen können.“ Auch die FDP-Abgeordnete Dorothea Henzler hielt eine längere gemeinsame Schulzeit für nutzlos. Viel wichtiger sei es, früh mit dem Lernen zu beginnen. Im Verhältnis zu den Oberstufen seien die Grundschulen unterfinanziert: „Wir müssen die Schulpolitik vom Kopf auf die Füße stellen.“

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