https://www.faz.net/-gzg-9qj9c

Einheitliche Definition fehlt : Land will Krankheitsausfälle von Lehrkräften erfassen

  • Aktualisiert am

Leerstand: „Der Unterrichtsausfall ist eine Realität an Hessens Schulen, die je nach Schulform unterschiedlich ausgeprägt ist“ Bild: dpa

Eltern klagen regelmäßig darüber: An hessischen Schulen fällt immer wieder Unterricht aus, weil Lehrkräfte erkrankt sind. Doch Zahlen gibt es dazu nicht. Das soll sich ändern.

          1 Min.

          Das hessische Kultusministerium will künftig den krankheitsbedingten Unterrichtsausfall an Schulen systematisch erfassen. Dies sei frühestens vom Schuljahr 2020/2021 an möglich, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums in Wiesbaden. Die Einführung hänge unter anderem noch von technischen Fragen ab.

          Der Landeselternbeirat von Hessen beklagte unterdessen, dass Unterrichtsausfall an den Schulen Alltag sei. Er berief sich dabei auf eine zusammen mit der Landesschülervertretung online erhobene Umfrage unter Eltern- und Schülervertretern sowie Schulleitungen aller Schulen im Land. Es habe knapp 950 Teilnehmer gegeben, die per Post zuvor einen Zugangscode bekommen hätten. In Hessen gibt es allein mehr als 1850 allgemeinbildende Schulen.

          Je nach Schulform unterschiedlich ausgeprägt

          Gefragt wurde im Schuljahr 2018/2019 unter anderem danach, wie viele Stunden Unterricht an der jeweiligen Schule ausfielen und was die Schüler in dieser Zeit machten. Etwa, ob die Stunde einfach ausfällt oder ein Vertretungslehrer einspringt. „Der Unterrichtsausfall ist eine Realität an Hessens Schulen, die je nach Schulform unterschiedlich ausgeprägt ist und der mit verschiedenen Ansätzen begegnet wird“, heißt es in einem vorläufigen Fazit.

          Der Sprecher des Kultusministeriums wies darauf hin, dass es bislang keine einheitliche Definition von Unterrichtsausfall gebe. Er sagte: „Es fällt in Hessen kein Unterricht aus, weil es zu wenig Lehrer gibt.“ Um krankheitsbedingte Ausfälle abzufedern, bekomme jede Schule von vornherein mehr Lehrer zugewiesen, als zur Abdeckung des regulären Unterrichts notwendig wären. Das Ausmaß des Unterrichtsausfalls sorgt in Hessen seit Jahren für Diskussionen.

          Weitere Themen

          Irgendwas mit Internet

          Traumberuf Youtuber : Irgendwas mit Internet

          270.000 Menschen folgen dem Kanal von Youtuber Yosuto. Mit jedem Klick verdient er Geld, eine Faustregel sagt: 10 Dollar für 1000 Aufrufe. Viele denken: Traumkarriere, sowas kann ich auch. Ein Irrtum!

          Topmeldungen

          Mick Mulvaney am Donnerstag bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte

          Ukraine-Affäre : Stabschef Mulvaney bringt Trump in Erklärungsnot

          Der geschäftsführende Stabschef des Weißen Hauses sagt vor der Presse etwas, das er später bereut: Die amerikanische Regierung habe 400 Millionen Dollar Militärhilfe für die Ukraine zurückgehalten. Damit liefert Mulvaney den Demokraten eine Steilvorlage.
          „Erdogans Krieg – wie machtlos ist Europa?“ war das Thema der Sendung von Maybrit Illner.

          TV-Kritik zu „Mabrit Illner“ : Die Härten der Realpolitik

          Der Einmarsch der Türkei in Syrien beherrscht die öffentliche und politische Debatte auch in Deutschland. „Wie machtlos ist Europa?“ fragte Maybrit Illner ihre Gäste und erhielt eine nüchterne Bestandsaufnahme der deutschen Außenpolitik.
          „Nationalspieler sind Vorbilder“ – Emre Can im Tunnel.

          DFB-Generalsekretär Curtius : „Eine deutliche Distanzierung“

          Der Fußball diskutiert über politische Gesten: DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius spricht im Interview über seinen Verband als Integrationsmotor, die Wirkung zurückgenommener Likes – und warum Gündogan und Can ihn überzeugt haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.