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Wegen Trockenheitsschäden : Land sammelt Spenden zur Rettung des Waldes

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Krank: Knapp sieben Prozent der Bäume weisen starke Schäden auf, dies ist einer der kranken Bäume Bild: dpa

Die Stadt Frankfurt hat schon im Spätsommer um Spenden für den kranken Wald gebeten, nun zieht das Land Hessen nach. Wer kein Geld spenden mag, kann auch anders den Forst verjüngen helfen.

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          Um die durch den Klimawandel stark beschädigten Wälder in Hessen zu stärken, hat die Landesregierung eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Bei dem Projekt „Unser Wald“ können Unternehmen und Bürger entweder selbst junge Bäume pflanzen oder Geld für die Aufforstung spenden. „Der Wald ist nicht nur Erholungsraum, er spielt auch für unsere Existenz eine wichtige Rolle. Ihn zu bewahren, ist daher eine Gemeinschaftsaufgabe“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Donnerstag in Hanau.

          Das Land folgt damit dem Beispiel der Frankfurt. Sie hatte schon im September die Bürger um Spenden gebeten, um den kranken Wald aufzuforsten.

          Schlechteste Verfassung seit 1980

          Wie aus dem vor rund zwei Wochen vorgestellten Waldzustandsbericht hervorgeht, sind Hessens Wälder derzeit in der schlechtesten Verfassung seit Beginn der Erhebung vor fast 40 Jahren. Knapp sieben Prozent der Bäume weisen starke Schäden auf, die Absterberate liegt bei 2,3 Prozent. Die Hälfte der toten Bäume sind Fichten. Vor allem Stürme, Dürre und Borkenkäfer haben dem Wald kräftig zugesetzt.

          Die Pflanzaktion ist laut Staatskanzlei für den kommenden März geplant. Koordiniert wird sie vom Landesbetrieb Hessen Forst. Bis zum Jahr 2023 investiert das Land nach eigenen Angaben insgesamt 200 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Waldes. Im Sommer hatte die Landesregierung bereits einen Zwölf-Punkte-Plan auf den Weg gebracht, um Waldschäden zu beseitigen und Waldbesitzer zu unterstützen.

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