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Sozialwohnungen in Offenbach : Günstige Darlehen für niedrige Miete

Auf dem ehemaligen Areal der Seifenfabrik Kappus an der Luisenstraße entsteht ein Wohnquartier mit 300 Wohnungen. Bild: Kondor Wessels

Im Rahmen des Neubauprojekts Kappus-Höfe in Offenbach sollen auch 32 Sozialwohnungen entstehen. Das Land Hessen fördert den Bau auf dem ehemaligen Betriebsgelände mit einem günstigen Darlehen.

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          Die Kappus-Höfe gelten als eines der größten Neubauprojekte in Offenbach – gleich nach dem Goethe-Quartier, für das dieser Tage schon Richtfest gefeiert wurde. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände des insolventen Seifenproduzenten entstehen rund 310 Wohnungen, darunter auch 32 Sozialwohnungen. Sie sollen Ende 2020 fertiggestellt sein. Die Anfangsmiete für die geförderten Wohnungen wird mit maximal 7,50 Euro je Quadratmeter angegeben. Die Mieten für die 83 geförderten Wohnungen, die im Goethe-Quartier vor dem Kaiserlei entstehen, beginnen bei 6,50 Euro je Quadratmeter.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Die Sozialwohnungen auf dem ehemaligen Kappus-Gelände fördert das Land Hessen mit einem günstigen Darlehen im Volumen von 4,6 Millionen Euro. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen), selbst Offenbacher, hat es sich auch im Fall der Kappus-Höfe nicht nehmen lassen, den Förderbescheid persönlich zu übergeben. Beide Großprojekte entwickeln sich nach Plan, im Fall des Goethe-Quartiers ist man sogar schneller als vorgesehen. Für die Kappus-Höfe hatte der Magistrat der Stadt Offenbach erst im November vergangenen Jahres einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Gebiet beschlossen, das innenstadtnah an Luisen- und Ludwigstraße liegt. Zuvor waren Stellungnahmen der zuständigen Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange zu prüfen. Vorhabenträger ist die Kondor Wessels Holding GmbH aus Berlin.

          Raum für bis zu 800 Personen

          Ursprünglich sollte die eine Hälfte der 310 geplanten Wohnungen vermietet, die andere Hälfte als Eigentumswohnungen verkauft werden. Inzwischen heißt es, knapp 60 Prozent der Wohnungen würden als Eigentum vermarktet. Alle Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen haben entweder einen Balkon oder eine Dachterrasse. Eine Tiefgarage mit gut 230 Stellplätzen ist ebenfalls vorgesehen. Alles in allem sollen die rund 26.000 Quadratmeter Wohnfläche bis zu 800 Menschen Platz bieten. Das Land Hessen stellt Al-Wazir zufolge bis 2024 insgesamt 2,2 Milliarden Euro für den Bau von Sozialwohnungen bereit.

          Der Offenbacher Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) hat die Schaffung bezahlbaren Wohnraums als eines der zentralen Ziele seiner Amtszeit definiert. „Damit das auch konkret wird, habe ich die Geschäftsführung der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach beauftragt, den Bestand an öffentlich geförderten Wohnungen bei der GBO mindestens stabil zu halten oder besser noch auszubauen“, sagte Schwenke, als der Förderbescheid des Landes übergeben wurde. An diesem Ziel messe er auch die Geschäftsführung der städtischen Baugesellschaft.

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