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Land gibt Millionen : Neue Park-and-Ride-Plätze nicht nur in Großstädten gefragt

  • Aktualisiert am

Ausbau: Hessen fördert neue P+R-Anlagen mit Millionensummen Bild: dpa

Wegen möglicher Diesel-Fahrverbote wird etwa in Frankfurt über mehr Park-and-ride-Anlagen gesprochen. Das Land fördert derweil schon eine Reihe solcher Vorhaben. Das größte Projekt findet sich aber nicht in Rhein-Main.

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          Mehr als acht Millionen Euro sind in den Bau von Park-and-Ride-Plätzen inklusive der Zugänge zu Bahnhöfen und für Bushaltestellen in der vergangenen Legislaturperiode in Hessen geflossen. Insgesamt 29 Projekte seien mit dem Geld gefördert worden, sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion in Wiesbaden.

          Das größte Vorhaben mit über einer Million Euro sei dabei im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg verwirklicht worden, wo gleich an vier Standorten gebaut wurde. Auch für den Neubau einer Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof in Bad Hersfeld wurde laut Ministerium mit über 600.000 Euro eine große Fördersumme bewilligt.

          Derweil wird in Frankfurt über mögliche Flächen für neue P+R-Anlagen diskutiert. Grund sind mögliche Diesel-Fahrverbote, weil Schadstoffe in der Luft der Großstadt an mehreren Messpunkten die Grenzwerte lange Zeit weiter überschreiten haben. Nach sehr guten Werten im ersten Quartal, die mit einer langen Hochdruckphase und dem Corona-Shutdown zusammenhängen dürften, hofft der Verkehrsdezernent aber, um Fahrverbote herumkommen zu können.

          Bis zu 85 Prozent Zuschuss

          Das Geld stamme nicht nur vom Land, sondern auch den Kommunen, erklärte der Minister. Für die Errichtung von Bushaltestellen und die Abfahrmöglichkeiten an Park-and-Ride-Parkplätzen seien in Hessen die Landkreise, kreisfreien Städten und die Gemeinden mit mehr als 50 000 Einwohnern als Aufgabenträger des öffentlichen Personennahverkehrs zuständig.

          Das Verkehrsministerium unterstützt Städte und Gemeinden beim Aus- und Neubau von Park-and-Ride-Anlagen mit Landesmitteln auf der Grundlage des Mobilitätsfördergesetzes. Die Kommunen können dabei Fördermittel für bestimmte Ausgaben von bis zu 85 Prozent erhalten. Es sei bislang immer genügend Geld für diese Vorhaben vorhanden gewesen, versicherte das Ministerium. Kein Antrag einer Kommune, die eine Park-and-Ride-Anlage bauen wollte, sei aus finanziellen Gründen abgelehnt worden.

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