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Fasanerie gegen Burnout : Ladestationen für Widerstandskräfte

An den Energiestationen der Wiesbadener Fasanerie können Gäste neuerdings Kraft tanken – einige tun dies auch im Sitzen. Bild: Marcus Kaufhold

Die Fasanerie in Wiesbaden ist während der Corona-Krise ein gefragtes Ausflugsziel. Das gilt auch für Erwachsene, die dem Burnout vorbeugen wollen – und auf der Suche nach dem richtigen Umgang mit der Pandemie sind.

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          Gerade in einer Pandemie ist psychische Widerstandskraft gefragt. Psychologen beschreiben mit dem Wort Resilienz die Fähigkeit, Krisen unter Rückbesinnung auf eigene Kräfte und Erfahrungen zu bewältigen und sie für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit zu nutzen. Die Psychotherapeutin Christa Diegelmann bietet dazu schon seit Jahren städtischen Mitarbeitern Kurse an. Denn der richtige Umgang mit den Anforderungen des Alltags beugt Depressionen und dem berüchtigten Burnout vor.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Die Fasanerie war für die Wiesbadener und die Kurgäste schon ein Ort der Erholung und Gesundheit, als die Landeshauptstadt den Park vor mehr als 100 Jahren in ihre Obhut nahm. Aktuell ist er gefragt wie selten, weil nicht wenige Bürger aus der Region den Urlaub zu Hause verbringen, die Kinder aber gleichwohl beschäftigt und unterhalten werden wollen. Ein Besuch in der Fasanerie steht daher bei vielen auf dem Programm.

          Dort stoßen die Besucher jetzt an etlichen Stellen auf „Energiestationen“, die dabei helfen sollen, im Park neue Kraft zu schöpfen. Die Fasanerie sei wichtig für die Naherholung und eine Brücke zwischen Mensch und Natur, sagte Stadträtin Till-Charlotte Reinhardt bei der offiziellen Eröffnung der 14 bislang fertiggestellten Stationen. Weitere vier sind geplant und sollen noch in diesem Jahr folgen, und auch dann muss das noch nicht das Ende sein. Parkleiterin Ute Kilian wünscht sich beispielsweise noch ein Baumhaus für Erwachsene.

          „Zukunftstisch“ und „Begegnungsstuhl“

          Die schon jetzt nutzbaren Resilienzstationen sollen als Energietankstellen dienen, um sich gegen Stress und Krankheit zu wappnen. Dazu gehören eine Wackelbrücke, die Achtsamkeit und Gelassenheit nahebringen will, aber auch ein Balancierparcours, bei dem es um Eigenverantwortung geht und darum, die eigenen Grenzen zu erkennen.

          Es gibt zudem Hängematten, einen „Zukunftstisch“, eine Seilschaukel und einen „Begegnungsstuhl“, der für die Pflege sozialer Beziehungen gedacht ist. In einem Vogelnest aus Weidenruten sollen Besucher Geborgenheit und Sicherheit nachfühlen können. Und es gibt eine blaue „Tür der guten Vorsätze“ für die Rückkehr in den Alltag.

          Die Mehrzahl der Stationen wurde in einer Gemeinschaftsaktion von rund 150 Mitarbeitern des Grünflächenamtes im Herbst vergangenen Jahres errichtet und über den Winter fertiggestellt. Gabriele Wolter, die Leiterin Grünflächenamtes, lobte ihre Mitarbeiter für dieses Engagement. Damit seien „nachhaltige Werte“ geschaffen worden. Wegen der Corona-Pandemie war die offizielle Eröffnung immer wieder verschoben worden. Planerin Monika Fiby erwartet, dass solche Resilienzstationen schon bald Schule machen und auch in anderen Parks oder Zoos zu sehen sein werden.

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