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Kurstadt in Not : Lebensgeister wecken per Trinkkur

Mehr Gäste erwünscht: Die Fußgängerzone Brunnenstraße in der Nähe des Kurparks Bild: Marcus Kaufhold

Etliche verwaiste Ladengeschäfte prägen das Stadtbild von Bad Schwalbach. Der Bürgermeister will neue Ziele vorgeben. Das schließt den Kurbetrieb mit ein. Wiedereinführung der Trinkkur inklusive.

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          „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, so lautete der Ratschlag des früheren Kanzlers Helmut Schmidt an seinen Vorgänger Willy Brandt (beide SPD). Auch Markus Oberndörfer ist Sozialdemokrat, und er kennt den Satz sehr gut. Der Bad Schwalbacher Bürgermeister hat sich aber nicht abhalten lassen, für die Kur- und Kreisstadt eine kühne Vision zu entwickeln.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Denn Oberndörfer, der sein Amt im März 2020 angetreten hat, sieht eine ungute „Stagnation“ in der Stadt. Etliche verwaiste Ladengeschäfte prägen das Stadtbild. Dabei hatte Bad Schwalbach große Hoffnungen in die am Ende hochdefizitäre Landesgartenschau des Jahres 2018 gesetzt. Statt der erhofften 500.000 Besucher kamen aber nur 300.000. Das Defizit fiel entsprechend höher aus, als ohnehin zu befürchten war. Zwar wurde der 400 Jahre alte Kurpark mit großem Aufwand revitalisiert und verschönert, auch an vielen anderen Stellen wie dem Schmidtbergplatz gab es städtebauliche Verbesserungen. Und das Kurhaus strahlt – äußerlich – in neuem Glanze. Doch der erhoffte Befreiungsschlag aus der langen Phase des Niedergangs ergab sich bislang nicht.

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