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Kult-Imbiss muss schließen : Zeitenwende am Mainzer Zollhafen

Ende 2022 schließen die Betreiber des „Zum Schorsch“ ihre Pforten. Bild: Markus Schug

Der Imbiss „Zum Schorsch“ genießt in Mainz Kultstatus. Dennoch soll er Ende 2022 für immer schließen. Zum Abschied planen die Betreiber noch einmal ein zünftiges Oktoberfest.

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          Im Schatten der Bäume sitzen die, die immer da sitzen. Noch bleiben den Stammgästen eineinhalb Jahre, um sich an der Schnittstelle zwischen dem Industriegebiet Ingelheimer Aue und dem täglich näher heranrückenden Wohnquartier Mainzer Zollhafen mit all dem zu versorgen, was einen Besuch des seit 40 Jahren bestehenden Imbisses „Zum Schorsch“ ausmacht: Currywurst mit Pommes, Frikadelle „Jägerart“ oder ein mit Spiegelei und Zwiebeln garniertes Fleischkäsebrötchen – plus passenden Getränken. Die von Deftigem dominierte Speisekarte hat sich über Jahrzehnte hinweg kaum verändert.

          Markus Schug
          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Weil inzwischen jedoch andere Zu- und Abfahrtswege zu den Kraftwerken und dem direkt am Rhein gelegenen Containerumschlagplatz geschaffen wurden, schauen deutlich weniger Trucker, Taxifahrer und Fabrikarbeiter mal eben beim „Schorsch“ vorbei. Dafür sind neue Nachbarn hinzugekommen: Mitarbeiter und Gäste eines Hotels und etliche Büroangestellte.

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