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Dutzende Züge verspätet : Kuh gerät vor fahrenden Zug und stirbt auf den Gleisen

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Getötet: Wenn eine Kuh vor einen Zug gerät, zieht sie in aller Regel den Kürzeren - so wie dieses Tier hier 2008 nahe Arnstadt oder gerade eine bei Schlüchtern Bild: dpa

Eine Kuh ist in Osthessen vor einen Flixtrain-Zug gelaufen. Dieses Aufeinandertreffen hat sie nicht überlebt. Allerdings bekam auch der Zug einiges ab. Das hatte Folgen auch für die Fahrgäste vieler anderer Züge.

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          Ein Zug ist am Montag nahe des Bahnhofs Schlüchtern im Main-Kinzig-Kreis mit einer Kuh kollidiert. Das Tier starb auf den Gleisen, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. „Sie wurde weggeschleudert, das ist ja eine Masse an Tier.“

          Die Lok des Bahn-Konkurrenten Flixtrain war demnach so stark beschädigt, dass der Zug nicht mehr weiterfahren konnte. Er wurde nach Schlüchtern abgeschleppt. Von dort aus brachte er die rund 500 Reisenden mit einer Ersatzlok nach Frankfurt. Als die tote Kuh vom Gleis war, hatten bereits 36 Züge Verspätung.

          Ersten Ermittlungen zufolge waren fünf Kühe von einer Weide ausgerissen und hatten sich auf die Gleise verirrt. Der Lokführer hatte die Tiere laut Sprecher zwar gesehen, doch die Notbremsung half nicht, ein Zusammenstoß mit einer der Kühe war nicht zu verhindern.

          Der 39 Jahre alte Kuhbesitzer aus Schlüchtern fing die vier verbliebenen Kühe ein und brachte sie auf die Weide. Wie die Tiere davonkamen, blieb unklar. Die Polizei begann ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

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