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Künstlerviertel : Stadt Wiesbaden kauft 16 Bauruinen

Wegen eines Streits mit der benachbarten Holzhandlung erging im August 2009 ein Baustopp im Künstlerviertel Bild: Cornelia Sick

Die Stadt Wiesbaden hat die 16 Bauruinen im Künstlerviertel vollständig übernommen. Man habe alle Eigentümer „schadlos gestellt“, hieß es.

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          Die Stadt Wiesbaden hat die 16 Bauruinen im Künstlerviertel vollständig übernommen. Man habe alle Eigentümer „schadlos gestellt“, teilten Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) und Planungsdezernent Joachim Pös (FDP) mit.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Wie berichtet, hatte die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat Mitte Dezember beauftragt, den Bauherren die materiellen Sorgen zu nehmen, die ihnen durch die verfehlte Bauleitplanung der Stadt entstanden sind. Pös sagte, dass man über den vorgegebenen Kostenrahmen in Höhe von 2,5 Millionen Euro nur knapp hinausgegangen sei. Die Bauwerke seien jetzt allesamt im Besitz der Stadt. Die Familien hätten auf diese Weise die Chance bekommen, sich neu zu orientieren.

          Streit mit Holzhändler

          Neun von ihnen haben sich nach den Worten des Dezernenten entschlossen, im Künstlerviertel zu bleiben und dort ein anderes Eigenheim zu erwerben. Zwei kauften der Wiesbadener Wohnbaugesellschaft GWW einen Bauplatz ab. Eine Familie zog in ein Haus im Taunus. Vier wollten sich auf ein neues Bauprojekt erst einmal nicht einlassen.

          Die Kommune hatte das Areal einer alteingesessenen Holzhandlung als Wohngebiet überplant. Im Vertrauen auf die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens hatten in der unmittelbaren Nachbarschaft 16 Familien mit dem Bau von Häusern begonnen. Vor Gericht setzte der Holzhändler Blum aber den Baustopp durch. Ihn möchte die Stadt nach wie vor bewegen, mit seinem Betrieb an die Friedrich-Bergius-Straße im Stadtteil Biebrich zu ziehen. Müller sagte, dass die Stadt „jederzeit gesprächsbereit“ sei. „Die Tür ist immer offen.“

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