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Krankenhaus Höchst : Klinik-Personal: Fusion bringt keine schwarzen Zahlen

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Strukturelle Reformen: Das Klinikum Frankfurt Höchst soll mit den Main-Taunus-Kliniken fusionieren, um rentabel zu werden. Bild: dpa

Die Belegschaft des Frankfurter Klinikums in Höchst ist pessimistisch. Sie glaubt nicht, dass die geplante Zusammenlegung mit den Main-Taunus-Kliniken die erwünschte Wirkung hat.

          Die geplante Fusion der Main-Taunus-Kliniken mit dem Städtischen Krankenhaus Frankfurt-Höchst wird nach Überzeugung der Frankfurter Klinik-Belegschaft nicht den angestrebten Erfolg bringen. In absehbarer Zeit seien keine schwarzen Zahlen zu erwarten, das zeigten Erfahrungen mit anderen Häusern, sagten Vertreter des Betriebs- und Personalrats am Dienstag.

          In diesem Jahr erwarte das Krankenhaus Frankfurt-Höchst ein Defizit von knapp zehn Millionen Euro, sagte Betriebsratsvorsitzende Margarete Wiemer. Der Betriebsrat lehne einen Zusammenschluss nicht rundweg ab, allerdings müsse die Versorgung der Patienten mindestens genauso gut sein wie vorher, und für alle Beschäftigten müsse auch künftig der Tarifvertrag gelten. Derzeit seien in Frankfurt-Höchst mehr als 2200 Menschen auf 1700 Vollzeitstellen beschäftigt.

          Belegschaft fühlt sich nicht eingebunden

          Die Belegschaft habe jedoch bisher keinerlei Möglichkeiten gehabt,
          eigene Vorstellungen in die Planungen einzubringen - „an keiner Stelle konnten wir uns Gehör verschaffen“, kritisierte Wiemer. Dabei gebe es durchaus Ideen, etwa für den Betrieb der Küche durch einen gemeinnützigen Träger. Zwischen dem Betriebsrat und Frankfurts Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) herrsche aber seit geraumer Zeit Funkstille.

          Heilig und der Landrat des Main-Taunus-Kreises, Michael Cyriax (CDU), bekräftigen am Dienstag den gemeinsamen Willen, den Zusammenschluss ihrer kommunalen Krankenhäuser voranzutreiben. „Im hartumkämpften Krankenhausmarkt sind gerade die kommunalen Kliniken ohne die Bereitschaft zu strukturellen Reformen und Kooperationen nicht zukunftsfähig“, teilten sie schriftlich mit. Die Verhandlungen über eine Dachgesellschaft für den Klinikverbund sollen bis Jahresende abgeschlossen sein.

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