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Trockenheit und Borkenkäfer : Stadtwald als Sperrgebiet

Stirbt: Der Lennebergwald ist zum Teil schon gesperrt, weil die Bäume zu stark beschädigt sind. Bild: Markus Schug

Trockenheit, Pilzkrankheiten und Borkenkäfer setzen dem Mainzer Lennebergwald zu. Viele Bäume sind kaum mehr zu retten. Den Kampf gegen den Klimawandel will der Revierförster aber nicht aufgeben.

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          Der Holzmarkt liegt am Boden, so mancher Baum im Mainzer Lennebergwald ebenfalls. Längst muss man kein Experte mehr sein, um zu erkennen, wie schlecht es dem geschwächten Forst nach drei Trockenjahren in Folge geht. Und so dürften sich viele Spaziergänger, die in diesen Tagen auf dem rund 700 Hektar großen Areal zwischen Mainz-Gonsenheim, Budenheim und Heidesheim unterwegs sind, fragen: Ist das alles denn noch „normal“?

          Markus Schug
          (sug.), Rhein-Main-Zeitung

          „Der Klimawandel ist bei uns in Mainz und Rheinhessen angekommen und deutlich spürbar“, bestätigt der zuständige Revierförster Stefan Dorschel, der mittlerweile ein 20 Hektar großes, von schwer angeschlagenen Buchen geprägtes Areal unterhalb des Lennebergturms zum Schutz der Waldbesucher komplett sperren lassen musste. Ein unvermeidlicher Eingriff, wie er sagt, von dem nicht zuletzt die beliebte und entsprechend stark frequentierte Laufstrecke betroffen sei. Nach Kiefern und Fichten gelten mittlerweile viele Buchen, „eigentlich der Leitbaum in Deutschland“, als stark geschädigt und oft genug eben auch als umsturzgefährdet. So etwas hätten sich Forstleute laut Dorschel vor einigen Jahren kaum vorstellen können.

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