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Kongresszentrum Wiesbaden : Verdacht auf abgekartetes Spiel

Bei der Gastronomievergabe des Wiesbadener Kongresszentrums gibt es Merkwürdigkeiten. Bild: Frank Röth

Erst hat das Revisionsamt Seltsamkeiten bei der Gastronomievergabe für das Kongresszentrum Wiesbaden festgestellt, nun legen zwei Konkurrenten nach. Die Küchenplanung sei ein Desaster.

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          Zwei der im Vergabeverfahren für das Catering im neuen Wiesbadener Kongresszentrum RMCC unterlegenen oder vorzeitig ausgeschiedenen Mitbewerber des Münchner Gastronomen Roland Kuffler haben schwerwiegende Vorwürfe erhoben. Bei einer Anhörung im Revisionsausschuss des Stadtparlaments ließen sie durchblicken, dass der von Wiesbaden mit der Vorbereitung der Vergabe beauftragte Gastronomieplaner Ingo Wessel von Beginn an eine ungute Nähe zu Kuffler gehabt habe.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Für das Wiesbadener Gastronomieunternehmen Consortium begründete dessen Sprecher Rolf Walter den Rückzug noch während des Vergabeverfahrens mit dem gefestigten Eindruck, dass Kuffler bei Wessel eindeutig favorisiert gewesen sei. Zu dieser Wahrnehmung hätten viele Puzzleteile beigetragen, beginnend mit der Einladung zu einer ersten Präsentation der Gastronomiekonzepte ausgerechnet im Kurhaus, dem Wiesbadener Standort von Mitbewerber Kuffler. Walter erwähnte auch die Tatsache, dass Wessel offenbar ein enges Verhältnis zu Kufflers Schwager Erich Kaub unterhalte und mit diesem ein Buch verfasst habe. Das Werk „Erfolg mit Flexibilität“ von Wessel und Kaub war 1995 erschienen.

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