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Digitaler Kommunalwahlkompass : Wahlhilfe im Netz

Bild: F.A.Z.

Der digitale Kommunalwahlkompass will die Menschen für die bevorstehende Kommunalwahlen in Hessen begeistern: Klare Fragen und die Antworten des Nutzers helfen bei der Wahlentscheidung.

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          Die Kommunalwahlen in Hessen am 14. März sind anspruchsvoll: Die Bandbreite der politischen Angebote in den Städten und Gemeinden ist groß. Neben den bekannten etablierten Parteien, die bundesweit antreten, werben Kleinstparteien mit unterschiedlichen Themenrepertoires um die Gunst der Wähler, in Frankfurt beispielsweise stellen sich rund 1000 Bewerber der Wahl für 93 Stadtverordnete. In Hessen darf zudem kumuliert und panaschiert werden, das heißt, die Stimmen können auf einzelne Kandidaten verteilt werden. Das ist sehr demokratisch – und gelegentlich ziemlich kompliziert.

          Martin Benninghoff
          (mben.), Rhein-Main-Zeitung

          Der Kommunalwahlkompass soll als Online-Werkzeug helfen. Unter www.faz.net/wahlkompass finden Sie das Gemeinschaftsprojekt der TU Darmstadt, der Frankfurter Goethe-Universität und der Oldenburger Ossietzky Universität – mit Unterstützung der F.A.Z. Redakteure der Rhein-Main-Redaktion haben beispielsweise ihre Einschätzungen  zu zentralen Themen in den jeweiligen Kommunen gegeben.

          Das Prinzip ist einfach und ähnelt dem bundesweit bekannten Wahl-O-Mat, der schon seit fast 20 Jahren von der Bundeszentrale für politische Bildung angeboten wird. Kernstück ist ein Katalog von 46 Fragen, den die Nutzer leicht durchklicken können. Es sind Fragen zu konkreten kommunalpolitischen Themen, wie Nachtflugverbot oder Mainkaisperrung in Frankfurt – oder Spielplätzen in Darmstadt. Es gibt fünf Antwortmöglichkeiten: von starker Zustimmung bis starker Ablehnung. Mittels eines weiteren Buttons kann man angeben, ob ein Thema als besonders wichtig erachtet wird. Ist dies der Fall, wird die Antwort stärker gewichtet.

          Am Ende können sich die Nutzer anzeigen lassen, welche der Parteien zu ihren Überzeugungen passen. Dabei ist zu beachten, dass die Unterschiede gering sein können: Es lohnt also der Blick auf die zweite oder dritte Partei, die vorgeschlagen wird.

          Der Kommunalwahlkompass soll ein Service sein – nicht mehr, nicht weniger. „Der Kommunalwahlkompass soll das Interesse an Wahlen steigern“, wie Professor Thomas Zitrel, einer der Entwickler, im Interview sagt.  Am Ende bleibt es jedem selbst überlassen, den Vorschlag in der Wahlkabine zu beherzigen oder beherzt zu ignorieren. Es könnte aber sein, dass man die Kreuzchen noch bewusster setzt.

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