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Kommunalwahlen in Hessen : Ein Drittel der Wähler ist 60 oder älter

Im März stehen wieder Kommunalwahlen in Hessen an (Archivbild). Bild: dpa

4,7 Millionen Hessen dürfen am 14. März bei den Kommunalwahlen abstimmen. Eine knappe Mehrheit davon sind Frauen, häufig sind die Wahlberechtigten im Rentenalter. Für die Parteien wird sich ein Wahlkampf für Ältere lohnen.

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          Rund 4,7 Millionen Wahlberechtigte sind am 14. März aufgerufen, ihre Stimme bei den Kommunalwahlen in Hessen abzugeben. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamts sind darunter mit 100.000 mehr Wahlberechtigten Frauen leicht in der Mehrheit, ihr Anteil beträgt 51 Prozent. 4,3 Millionen haben die deutsche Staatsangehörigkeit, rund 430.000 sind EU-Ausländer – und damit wahlberechtigt. Bürgerinnen und Bürger mit Pass eines europäischen Nicht-EU-Staates oder eines außereuropäischen Landes dürfen nicht wählen. Das gilt nach dem Brexit nun auch für britische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Hessen.

          Martin Benninghoff

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie bereits bei den vorangegangen Wahlen 2016 zeigt sich, dass die Wahlkämpfer gut daran tun, mit ihren Kampagnen auf die ältere Bevölkerung zuzugehen. Der Anteil Älterer ist weiterhin relativ groß und sogar leicht gestiegen. Mehr als ein Drittel, 36 Prozent, der Wahlberechtigten ist demnach 60 Jahre oder älter. 28 Prozent sind im mittleren Alter zwischen 45 und 49 Jahren, 27 Prozent zwischen 25 und 44. Vergleichsweise klein ist die Gruppe der Jungen: Nur neun Prozent sind 18 bis 24 Jahre alt. Das entspricht exakt ihrem Anteil bei den Kommunalwahlen 2016.

          Mit 278.000 Wahlberechtigten steigt hingegen die Zahl der sogenannten Jungwähler leicht an. Damit sind jene gemeint, die zwar schon bei der Bundestagswahl 2017, der Landtagswahl 2018 oder der Europawahl 2019 zur Stimmabgabe berechtigt waren, nun aber erstmals bei der Kommunalwahl abstimmen dürfen. Darunter sind auch 98.000 Erstwähler, die zuvor noch gar nicht wählen durften. Auch ihr Anteil hat im Vergleich zu 2016 leicht um 1000 Personen zugenommen. Das ändert aber nichts daran, dass die Wahlbevölkerung weiter altert.

          Unter den EU-Ausländern gibt es nur marginale Verschiebungen. Nach wie vor sind die Polen am stärksten vertreten, ihr Anteil an dieser Gruppe beträgt 17 Prozent (2016: 18 Prozent). Darauf folgen mit 16 Prozent Italiener (2016: 17 Prozent) und mit 14 Prozent die rumänischen Wahlberechtigten – deren Anteil ist seit 2016 um drei Prozentpunkte gestiegen. Damit konnten die Rumänen die Kroaten knapp überholen. Italien gehört zu den Gründungsnationen der EU, Polen ist 2004, Rumänien 2007 und Kroatien 2013 beigetreten.

          Am 14. März wählt Hessen die Gemeindevertretungen, die Stadtverordnetenversammlungen, die Ortsbeiräte sowie Kreistage. Zusätzlich werden Ausländerbeiräte, 26 Oberbürgermeister- und Bürgermeister sowie vier Landräte bestimmt.

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