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Villen im Vordertaunus : Sommerfrische für Millionäre zu Kaisers Zeiten

Sommersitz: die Villa Andreae in Königstein Bild: Cornelia Sick

Die Villen am Taunus oberhalb von Frankfurt wirken wie ein Freilichtmuseum der Belle Epoque. Der exklusive Ruf gilt noch heute, die Region bleibt ein Sehnsuchtsort für Millionäre.

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          Selbst dem flüchtigen Besucher fallen in Königstein und Kronberg die prächtigen Häuser auf, die von früherem Wohlstand künden. Mit Balkonen und Loggien, im Landhausstil oder scheinbar von einem Schweizer Urlaubsort hierher versetzt. Andere, wie die an ein Barockschloss erinnernde Villa von Adolf Gans in Königstein, würde man hingegen kaum als Werk eines privaten Bauherrn deuten. Oder als Ferienwohnung für den Sommer, wie man die burgartige Villa Andreae etwas verkürzt nennen könnte. Das markante Bauwerk tritt wie eine besser erhaltene Variante in Konkurrenz zur Ruine der Königsteiner Festung.

          Bernhard Biener
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung

          Es sind nicht nur gute Luft und schöne Aussicht mit bewaldeten Hügeln im Rücken, für die der Vordertaunus seit mehr als 100 Jahren bekannt ist. Damals wie heute gilt er als bevorzugter Wohnort der Reichen, und Bezeichnungen wie „Wohlstandsbalkon“, „Beletage Frankfurts“ oder „Millionärshügel“ verbinden topographische Lage mit sozialem Status. Wie es dazu gekommen ist, lässt sich einem neuen Buch entnehmen, das sich dem Thema „Villen und Landhäuser im Vordertaunus“ widmet. Dabei macht eine Beschreibung der Architektur den geringsten Teil aus.

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