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Kirchenaustritte in Hessen : „Statistik mit großen Fragezeichen durch die Pandemie“

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Besorgt: Das von Georg Bätzing geleitete Bistum Limburg verliert wie andere Bistümer auch weiter Gläubige, besonders durch Austritte Bild: Marcus Kaufhold

Die Bistümer Mainz, Fulda und Limburg verlieren weiter Gläubige durch Kirchenaustritte. 2020 waren es aber weniger als im Vorjahr. Auch die Evangelische Kirche meldet rückläufige Zahlen.

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          Das Bistum Limburg hat auch im Corona-Jahr 2020 Tausende Mitglieder verloren. Gleiches gilt für das Bistum Fulda. Allerdings haben beide Kirchenregionen weniger Gläubige durch Austritte eingebüßt als im Vorjahr.

          So gehörten zum Jahresende noch rund 580.000 Katholiken zu der Diözese des Limburger Bischofs und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing. Das waren etwa 13.000 Gläubige weniger als noch 2019, wie das Bistum am Mittwoch mitteilte. Das ist ein Minus von 2,2 Prozent.

          Mehr Austritte als wegen Tebartz

          Knapp 8200 Menschen erklärten ihren Austritt aus der katholischen Kirche. Damit setzte sich ein jahrelanger Trend fort. Im Vorjahr waren aber mehr gewesen. Vor einem Jahr hatte das Bistum über 9439 Austritte berichtet. Bis dahin war das Jahr 2013 das schlechteste gewesen mit knapp 8000 Austritten. Seinerzeit war das Bistum von Skandalen um den früheren Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst erschüttert worden.

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