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Kehrtwende in Rheingau-Taunus : Lieber Rotoren als Module

Jetzt doch bald auch in Idstein? Windräder im Vordertaunus Bild: dpa

Im Rheingau-Taunus vollzieht unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine in einer Kommune eine Kehrtwende und lehnt einen Freiflächen-Solarpark auf Feldern ab. Windkraftanlagen sollen den Vorzug erhalten.

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          Die CDU im Rheingau-Taunus-Kreis zählt bislang nicht zu den Unterstützern der Windkraft. In vielen Kommunen unterstützt sie die Initiativen gegen die Aufstellung von Rotoren in der Kulturlandschaft. Mit der Idsteiner CDU hat jetzt allerdings einer der größten Stadtverbände unter dem Eindruck des Ukrainekriegs eine überraschende Kehrtwende vollzogen. Anlass ist die anstehende Entscheidung, ob der geplante Solarpark Idstein die nächsten Schritte zur Verwirklichung gehen soll. In den städtischen Gremien steht der Beschluss über die Offenlage des vorhabenbezogenen Bebauungsplans an.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Nach Ansicht der CDU-Fraktion zeigt der Ukraine-Russland-Krieg aber „unsere Abhängigkeiten von Einfuhren von Energie und Nahrungsmitteln und damit auch unsere Verwundbarkeit“ auf. Daher seien anstehende Entscheidungen „in einem geänderten Licht“ zu bewerten. Ein schnellerer Ausbau der erneuerbaren Energien sei erforderlich. Dieses Ziel kann aus Sicht der CDU-Fraktion nicht mit einem Solarpark, sondern „mit Windkraft am sinnvollsten erreicht“ werden.

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