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Katastrophenschutz : Bitte mehr als nur Feuerwehr

Uferlos: Was malerisch wirkt, kann zerstörerische Kräfte entfalten Bild: Achim Dreis

Die Flutkatastrophe hat gezeigt: Auch die besten Schutzkonzepte haben Grenzen. Aus Fehlern ist zu lernen, und die Suche danach darf nicht als Kritik am Einsatzwillen und Mut der Helfer missverstanden werden.

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          Wenn’s brennt, kommt die Feuerwehr. Und wenn die Welt untergeht? Dann auch. Wer sich mit Fachleuten über den Katastrophenschutz unterhält, erfährt etwas über vordefinierte Alarmierungsverfahren, Lagebilder, die Definition taktischer Formationen, die Ausstattung der operativen Ebene und klare Anforderungsprozeduren. Das mag für den Laien nach Kauderwelsch einer Rettungsbürokratie klingen. Es dient aber vor allem dazu, dass alle Beteiligten überall wissen, wovon die Rede ist. Weil dann der Weltuntergang nicht zum Chaos wird, in dem alles rennet, rettet, flüchtet. Sondern zu einer „dynamischen Lage“, in der die Hilfskräfte wissen, was zu tun ist.

          In diesem Sommer hat die Flutkatastrophe im Westen mit den vielen Toten gezeigt, dass auch die besten Katastrophenschutzkonzepte Grenzen haben. Das lag in diesem Fall an den extremen Wassermassen, deren Zerstörungskraft nicht zu bändigen war. Trotzdem stellt sich die Frage, ob die Zahl der Opfer durch rechtzeitige Warnungen hätte verringert werden können. Der Schock der Flutwelle sitzt tief. Deshalb beschäftigen jetzt landauf und landab, so auch im Kreistag des Hochtaunuskreises, Hochwasserschutz und Meldesysteme die Politik.

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