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Veranstaltungstipp : Checkpoint Charlie

Bild: Greser & Lenz

Erst sollte sie gar nicht erst stattfinden, die Ausstellung der Zeichner Achim Greser und Heribet Lenz. Nun ist sie doch zu sehen, im Schloss Philippsruhe in Hanau. Ein Veranstaltungstipp.

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          Ein Ehemann stellt den Geliebten seiner Frau im Kleiderschrank. Aus Angst, vermöbelt zu werden, ruft der Liebhaber geistesgegenwärtig: „Je suis Charlie!“ Darauf der Ehemann großmütig: „Na, dann will ich mal ein Auge zudrücken.“

          So haben Achim Greser und Heribert Lenz nach dem Attentat auf „Charlie Hebdo“ das in seiner Unbedingtheit auch schon fast wieder verdächtige Einvernehmen der „Guten“ karikiert. Eine Ausstellung mit 220 Zeichnungen der beiden Aschaffenburger ist bis zum 31. Mai im Historischen Museum Hanau in Schloss Philippsruhe zu sehen. Dabei ist die Abteilung Religion nur eine von neun Sektionen, die anderen behandeln Medien, Privates, Zeitgeschichte, Tiere, Wirtschaft, Technik, Sport und Kultur.

          Zeichentische nach Mekka ausgerichtet

          „Das ist ja wohl ein Witz!“ lautet der Titel der Schau, die außer Originalzeichnungen auch Filme, Fotografien und Exemplare der Zeitschriften „Titanic“ und „Stern“ zeigt, für die die beiden gearbeitet haben. Am Mittwoch, 25. März, spricht Andreas Platthaus, stellvertretender Feuilleton-Chef der F.A.Z., im Roten Saal von Schloss Philippsruhe über das Thema „Checkpoint Charlie - Was Karikaturen mit uns anstellen“, Beginn ist um 19.30 Uhr.

          Wer wissen möchte, wie Greser und Lenz sind, mag sich die beiden so vorstellen: Gefragt, ob sie nach den Morden in Paris und Kopenhagen Angst hätten, sagen sie: „Wir haben unsere Zeichentische sicherheitshalber nach Mekka ausgerichtet.“ Wer’s glaubt!

          Informationen

          Historisches Museum Hanau, Schloss Philippsruhe, Philippsruher Allee 45.

          Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr.

          Preise: Kombi-Ticket für die Ausstellung und das Museum: Erwachsene 7 Euro, ermäßigt 5 Euro.

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