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Junge Mainzer Brauerei : Neues Bier aus altem Rohrlager

Prost: Geschäftsführer Wendelin Quadt, in der Schankstube Bild: Michael Kretzer

Die junge Brauerei „Kuehn Kunz Rosen“ in Mainz denkt schon an Erweiterung: Zum Einjährigen kommt heute das Mainzer Dom-Bräu auf den Markt.

          Dass die vor einem Jahr aufgestellten Edelstahltanks schon zu klein geworden sind und demnächst durch einige neue Behälter ergänzt werden sollen, macht zwar zusätzliche Arbeit, allerdings auch deutlich, dass die Sache gut läuft. Mehr als 1000 Hektoliter Bier sind in den vergangenen zwölf Monaten im alten Rohrlager, das die Mainzer Stadtwerke als Grundstückseigentümer zuvor für rund eine Million Euro generalüberholt hatten, gebraut worden. Dabei war es ein durchaus „kühnes Unternehmen“ von Geschäftsführer Wendelin Quadt und Braumeister Hans Wägner, sich auf dem ein wenig abseits gelegenen Gelände des ehemaligen Gaswerks an der Weisenauer Straße den Traum einer eigenen Craft-Beer-Produktionsstätte zu erfüllen.

          Markus Schug

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Mainz und für den Kreis Groß-Gerau.

          Dafür, dass die verschiedenen Sorten aus dem Hause „Kuehn Kunz Rosen“ noch ein bisschen bekannter werden, sollte nicht zuletzt das für heute und morgen angekündigte Brauereifest sorgen. Die Party steigt auf jenem Areal unterhalb des Stadtparks, das sich die auf Experimentierfreude und Regionalität setzenden Getränkespezialisten mit den „Fanhaus“-Betreibern des FSV Mainz 05 und Vertretern der Künstlerinitiative „Pengland“ teilen.

          Süffiges Helles

          Seit acht Wochen können Quadt und Wägner den Gästen zudem eine für rund 50 Besucher geeignete Schankstube und auch einen Platz im Biergarten anbieten, die beide mittwochs bis samstags von 17 Uhr bis gegen Mitternacht öffnen. Ein Mainzer Dom-Bräu genanntes, neues und süffiges Helles, ist ebenso wie das Mainzer Pils als regionales Produkt vor allem für jene gedacht, die sich mit Orangenaromen, Koriandernoten und dem Geschmack von Fichtenspitzen im Bier noch schwertun. Gleichwohl versteht sich „Kuehn, Kunz, Rosen“ seit 2013 als Teil der beständig wachsenden Kreativbierszene, die man selbst mit vier Hausmarken sowie diversen Saisonbieren zu bereichern versucht.

          Rund 1,4 Millionen Euro sind nach Angaben des Quereinsteigers Quadt, der früher in der IT- und Computerbranche tätig war, bis dato in die Produktionshalle gesteckt worden. Früher, also bis zum 17. Mai 2017, habe man als „Gastarbeiter“ zum Brauen dagegen mehrmals im Jahr nach Bamberg fahren müssen.

          Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.kuehnkunzrosen.de.

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