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Jugendlichen vor Zug gestoßen : Vorwurf: Versuchter Totschlag

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Unter Ausschluss der Öffentlichkeit: Der Prozess gegen den 15 Jahre alten Jugendlichen soll kommende Woche abgeschlossen werden. Bild: dpa

Zwischenfall ohne Blessuren: Ein 15 Jahre alte Jugendlicher konnte sich vor einem Jahr gerade so vor einem einfahrenden Zug retten. Der gleichaltrige Täter muss sich nun wegen versuchten Totschlags verantworten.

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          Weil er einen Gleichaltrigen vor eine einfahrende S-Bahn gestoßen haben soll, hat sich ein 15 Jahre alter Jugendlicher seit Dienstag vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. In dem unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Verfahren wird dem Angeklagten versuchter Totschlag zur Last gelegt. Der Anklage zufolge kam es im Februar vergangenen Jahres auf dem Bahnsteig des Bahnhofs in Bad Homburg im Hochtaunuskreis zu einem Streit zwischen den beiden Jugendlichen. In dessen Verlauf soll der Angeklagte den 15-Jährigen auf das Gleis gestoßen haben, auf dem sich gerade eine S-Bahn näherte. Der Zugführer bemerkte den Zwischenfall jedoch rechtzeitig und leitete eine Notbremsung ein. Der Jugendliche konnte das Gleisbett ohne große Blessuren verlassen. (Aktenzeichen 4790 Js 226571/20)

          Nach dem Vorfall blieb der Angeklagte zunächst unentdeckt. Erst nach zwei Wochen erschien sein Kontrahent bei der Polizei und erstattete Strafanzeige. In dem Prozess wird es dem Vernehmen nach auch darum gehen, ob der Angeklagte während des Gerangels an der Bahnsteigkante den herannahenden Zug hätte sehen müssen. Im Vorfeld wurden hierzu Gutachten von Sachverständigen erstellt. Die Jugendstrafkammer hat noch zwei weitere Verhandlungstage terminiert und will bereits kommende Woche den Prozess abschließen.

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