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„Hohe Kosten, unklarer Nutzen“ : IT-Forscher zweifeln am Sinn der Corona-App

  • Aktualisiert am

Nutzwert ausbaufähig: Wie hilfreich die Corona-App ist, hängt von den Nutzern und dem Zugriff auf die Daten ab. Bild: dpa

Die Kritik an der Corona-Warn-App wächst. Auch Informatiker der Universitäten Darmstadt und Würzburg sind skeptisch, ob die Anwendung im Kampf gegen die Pandemie hilft.

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          Mehr als 18 Millionen Menschen haben die deutsche Corona-Warn-App inzwischen heruntergeladen. Ob sie tatsächlich dazu beiträgt, die Ausbreitung des Virus zu bremsen, wird von vielen bezweifelt – auch von IT-Forschern der Universitäten Darmstadt und Würzburg. In einem Aufsatz haben sie Informationen zur Sicherheit und Effektivität der Anwendung zusammengetragen. Ihr Fazit: Die Kosten sind hoch, der Nutzen ist unklar, viele Fragen sind noch offen.

          Trotz hoher Datenschutz-Standards hat die App nach Ansicht der Wissenschaftler um Alexandra Dmitrienko und Ahmad-Reza Sadeghi Schwachstellen, die Cyber-Angreifer nutzen könnten. Mit Entwicklungskosten von 20 Millionen und monatlichen Betriebskosten von gut drei Millionen Euro sei zudem der finanzielle Aufwand „enorm“. Und selbst wenn tatsächlich 18 Millionen Deutsche – also 22 Prozent der Bevölkerung – die App nutzen sollten, habe das wohl „keine deutlich effektiven Folgen“ für die Pandemiebekämpfung. Forscher des Londoner University College hätten 15 Untersuchungen von ganz oder teilweise automatisierten Kontaktverfolgungssystemen ausgewertet und keine empirischen Belege für deren Wirksamkeit gefunden.

          Trotzdem wollen Sadeghi und seine Kollegen noch nicht endgültig über die Corona-App urteilen. Dazu bedürfe es „weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen und fundierter Studien“.

          Link zur Publikation: https://tracecorona.net/de/2020/10/13/sinn-und-unsinn-der-corona-warn-app/

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