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Gießener Infektiologin Herold : „Gerade wurde der letzte Patient aus der ersten Welle entlassen“

„Die meisten Covid-Patienten auf unseren Intensivstationen sind um die 50 bis 60 Jahre alt und sonst weitgehend gesund“: Die Gießener Infektiologin Susanne Herold Bild: AFP

Das Uniklinikum Gießen und Marburg behandelt mehr Corona-Kranke als im Frühjahr, sagt Susanne Herold. Im Interview erläutert die Infektiologin, weshalb sie auf ein Plateau bei den Neuinfektionen hofft und warum das Virus gefährlich ist.

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          Susanne Herold leitet den Schwerpunkt Infektiologie am Uni-Klinikum Gießen und Marburg. Sie hat seit 2018 die Professur für Infektionskrankheiten der Lunge inne. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Lungenentzündungen, Grippe-Erreger und Coronaviren. Die 1975 geborene Wissenschaftlerin ist seit 2013 Gastprofessorin an der Northwestern University in Chicago. Sie gehört dem wissenschaftlichen Beirat des Robert-Koch-Instituts an, das in Deutschland federführend in der Seuchenbekämpfung ist. Das gilt auch mit Blick auf die Corona-Pandemie.

          Thorsten Winter
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

          Von einem spürbaren Rückgang der Corona-Neuinfektionen in Hessen und Deutschland kann trotz des seit Monatsbeginn geltenden „Lockdown light“ keine Rede sein. Wie bewerten Sie das?
          Ich denke, wir können angesichts der RKI-Zahlen zurzeit annehmen, in eine Plateau-Phase einzutreten. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Zahl der täglichen neuen Fälle auf dem erreichten Niveau einpendeln und nicht noch weiter steigen wird. Mit etwas Glück halten wir dieses Plateau. Das bedeutet aber nicht, dass wir dadurch eine spürbare Entlastung hätten.

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