https://www.faz.net/-gzg-ag92t

Bundestagswahl : Fast doppelt so viele Briefwähler in Hessen

  • Aktualisiert am

Zuhause ausgefüllt: Corona hat viele Menschen zur Briefwahl motiviert. Bild: Lucas Bäuml

Der Trend zur Briefwahl zeichnet sich immer deutlicher ab: In Hessen haben fast doppelt so viele Briefwahl beantragt wie noch 2017. In den großen Städten haben womöglich rund 40 Prozent der Wahlberechtigten bereits ihre Stimmen abgegeben.

          1 Min.

          Kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag zeichnet sich der Trend zur Briefwahl in Hessen immer deutlicher ab. Allein die Stadt Frankfurt verschickte zuletzt 173.745 Briefwahlunterlagen, wie eine Stichprobe der Deutschen Presse-Agentur ergab (Stand: 23. September). Damit stellten in Hessens größter Stadt rund 40,5 Prozent der 428.500 Wahlberechtigten einen entsprechenden Antrag. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Quote noch bei rund 22,5 Prozent gelegen.

          In der Landeshauptstadt Wiesbaden wurden 72.777 Briefwahlunterlagen ausgestellt - das entspricht bei 183.737 Wahlberechtigten rund 39,6 Prozent. Auf eine Quote von 42,5 Prozent kommt das mittelhessische Marburg. Dort beantragten 23.877 der 56.235 Wahlberechtigten die Wahl per Post. Das benachbarte Gießen meldete eine Quote von knapp 39 Prozent bei 61.000 Wahlberechtigten und 23.700 verschickten Wahlunterlagen.

          Die Stadt Kassel stellte bei 137.257 Wahlberechtigten 51.064 Briefwahlunterlagen aus (37,2 Prozent), die Stadt Offenbach bei 67.535 Wahlberechtigten 21.241 entsprechende Papiere. Spitzenreiter unter den befragten Städten war Darmstadt mit einer Quote von 44,3 Prozent: Dort ließen sich 46.800 der 105.681 möglichen Wähler die Unterlagen schicken.

          Nach früheren Angaben von Landeswahlleiter Wilhelm Kanther hatte sich schon vor der Corona-Pandemie ein Trend zur Briefwahl abgezeichnet. Damals lag der Anteil derjenigen, die nicht im Wahllokal abstimmten, bei rund 30 Prozent.

          Weitere Themen

          Wie man um die Ecke schießt Video-Seite öffnen

          Geht doch! : Wie man um die Ecke schießt

          Ecken direkt verwandeln – auf dem Fußballplatz geht das noch vergleichbar einfach. Beim Tipp-Kick braucht es viel Feingefühl. Wir verraten, wie der perfekte Schuss um die Ecke gelingt.

          Jürgen Richter rechtskräftig gekündigt

          AWO-Skandal : Jürgen Richter rechtskräftig gekündigt

          Ein wichtiger Schritt in der Aufarbeitung des AWO-Skandals: Wie die Arbeiterwohlfahrt Frankfurt selbst mitgeteilt hat, ist die fristlose Kündigung des früheren Vorsitzenden Jürgen Richter rechtskräftig.

          Topmeldungen

          Atomkraft: Zu Unrecht undiskutabel?

          Energiewende unter der Ampel : Die Atom-Diskussion wagen

          Die Energiewende ist kein einfaches Unterfangen. Die Ampel möchte vermehrt auf erneuerbare Energien setzen, aus Gründen des Klimaschutzes. Eine andere Energiequelle fällt aus der Diskussion.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.