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Impfzentrum wiedereröffnet : Im fünften Stock weitab vom Schuss

In der DKD Helios Klinik an der Aukammallee ist das Wiesbadener Impfzentrum untergekommen. Bild: privat

Wiesbaden hat wieder ein stationäres Impfangebot. Dennoch pilgern Impfwillige weiterhin nach Eltville, weil dort auch schon diejenigen geimpft werden, die jünger als 70 sind.

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          Fortan hat die Impfstation am Eltviller Schulzentrum wegen der großen Nachfrage längere Öffnungszeiten. Auf dem Schulparkplatz davor haben sich dennoch abermals lange Schlangen Impfwilliger gebildet. An den Kennzeichen der abgestellten Autos ließ sich erkennen, dass wieder etliche davon aus der Landeshauptstadt gekommen waren. Dass dieser vom Rheingau-Taunus-Kreis eigentlich unerwünschte Zustrom schnell abreißen wird, ist auch nach der Eröffnung eines kleinen Impfzentrums in Wiesbaden nicht zu erwarten. Denn Eltville ist über die A66 und die B42 gut zu erreichen. Unentgeltliche Parkplätze sind ausreichend vorhanden, und eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Hinzu kommt, dass in Eltville unbürokratisch jeder, unabhängig von seinem Alter, mit der dritten Impfung „geboostert“ wird, dessen Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Ganz anders verhält es sich mit dem neuen stationären Angebot in Wiesbaden, das am Montag den Probebetrieb aufnahm und vom 22. November am regulär arbeiten soll. Es ist im fünften Stock des Gebäudes D in der DKD Helios Klinik an der Aukammallee untergebracht. Wer dort mühsam einen kostenpflichtigen Parkplatz ergattert hat, dem steht ein Aufstieg über 100 Stufen bevor, falls er den auf drei Passagiere beschränkten Fahrstuhl in Corona-Zeiten lieber meiden will.

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