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Impfempfehlung : Hessen verabschiedet sich von zweiter AstraZeneca-Spritze

Weiter umstritten: Der Impfstoff von AstraZeneca. Bild: Reuters

AstraZeneca soll künftig mit einem mRNA-Wirkstoff kombiniert werden. Das kann Auswirkungen auf das Tempo der Impfkampagne haben.

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          Das Angebot im April klang verlockend: Kurzfristig wurden mehrere Sonderimpfaktionen für Bürger der Stadt Frankfurt organisiert. Wer sich meldete, bekam noch in derselben Woche einen Termin für eine Immunisierung mit AstraZeneca. Dieser Wirkstoff war zuvor in den Impfzentren verschmäht worden, nachdem über das erhöhte Risiko von Hirnvenenthrombosen berichtet und die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), wer den Impfstoff erhalten solle, mehrfach geändert wurde.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Es meldeten sich mehr als elftausend. Viele von ihnen sollen jetzt zum zweiten Mal mit AstraZeneca geimpft werden. So zumindest lautete der Plan bis Donnerstag. Aber nach der Konferenz der Gesundheitsminister könnte alles anders kommen. Wie das hessische Innenministerium am Freitag mitteilte, sollen alle, die eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, ihre Zweitimpfung mit den Mitteln von BioNTech oder Moderna bekommen können. Wer dagegen auch seine zweite Impfung mit AstraZeneca erhalten wolle, könne dies tun. All denjenigen, die sich im Juli und August mit dem Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers erstmalig impfen lassen wollen, wird angeboten, den Impfabstand von zwölf auf vier Wochen zu verkürzen. Dem Beschluss ging eine Empfehlung der STIKO voraus. Die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten – erst dem Vektor-, dann dem mRNA-Impfstoff – sei der nach zwei Dosen AstraZeneca überlegen.

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