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Hygiene in der Gastronomie : Mäusekot – jetzt auch öffentlich

Er kommt und sieht: Lebensmittelkontrolleure stoßen bei ihren Besuchen auf allerlei Unbehagliches. Bild: Etienne Lehnen

Lange war das Hygiene-Portal des hessischen Umweltministeriums geschlossen. Jetzt werden Gastronomiebetriebe, die nicht sauber arbeiten, wieder ins Netz gestellt. Eine bekannte Frankfurter Institution ist auch dabei.

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          Die Lektüre macht nicht gerade Appetit. Schaben in gekochten Nudeln, Pilzbelag in der Eiswürfelmaschine, Mäusekot auf der Aufschnittmaschine, Mäusekot auf dem Fußboden und auf demselben offen gelagerte Lebensmittel, Fleisch, das nicht mehr zum Verzehr geeignet war – wer die Hygienemängel-Plattform auf der Seite www.verbraucherfenster.hessen.de des hessischen Umweltministeriums anklickt, bekommt eine Ahnung davon, was die hessischen Lebensmittelkontrolleure auf ihren Rundgängen durch Imbissstuben, Wirtshausküchen, Supermärkte und Backstuben mitunter zu sehen bekommen.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Lange Zeit erfuhren Verbraucher davon nichts. Der letzte Versuch, die Ergebnisse öffentlich zu machen, war, wie berichtet, 2013 durch die Gerichte gestoppt worden. Der Grund: Die Bundesländer – Lebensmittelkontrolle ist Ländersache – hatten die Ergebnisse unterschiedlich lange ins Netz gestellt. Mehrere Gerichte hatten deswegen verfassungsrechtliche Bedenken erhoben. Daher wurde der sogenannte Ekel-Paragraph (Paragraph 40 Absatz 1a des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs), der eine Veröffentlichung von erheblichen Hygieneverstößen mit einer Bußgeldstrafe von mindestens 350 Euro vorschreibt, nicht mehr angewendet. Auch Hessen schloss seinerzeit die Mängel-Seite.

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