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Mehr Honigbienen in Hessen : Hunderte Wildbienen-Arten vom Aussterben bedroht

  • Aktualisiert am

Im Zweifel bedroht: Berglandhummel Bild: dpa

Mit der Imkerei in Hessen geht es aufwärts. Die Zahl der Honigbienen steigt. Ganz anders stellt sich aber die Lage vieler Wildbienen-Arten dar.

          Die Zahl der Bienenvölker in Hessen ist von 48.000 vor rund zehn Jahren auf 60.500 gestiegen. „Diesen rasanten Zuwachs verdanken wir vor allem der guten und harten Arbeit der Imkerinnen und Imker“, sagte Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Die Grünen) beim 50. Hessischen Imkertag in Bad Schwalbach.

          Der Zuwachs bei den Honigbienen dürfe aber nicht den Blick auf die Schwierigkeiten ihrer wildlebenden Verwandten verdecken. „Von den 550 Wildbienenarten in Deutschland sind laut Roter Liste mehr als die Hälfte gefährdet oder vom Aussterben bedroht“, sagte Hinz. Deshalb sei das gemeinsame Engagement bei der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ so wichtig.

          Im Rahmen dieser Kampagne seien im vergangenen Jahr rund 60.000 Euro an Imkervereine bezahlt worden - unter anderem für Blühflächen. Insgesamt seien in Hessen rund 3000 Hektar Blühstreifen angelegt worden. Diese kämen Honigbienen, Wildbienen und anderen Insekten zugute. „Ohne Insekten ist unser gesamtes Ökosystem in Gefahr, mit gravierenden Folgen für die Natur und den Menschen“, betonte Hinz.

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