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8000 angemeldete Kunden : „Hopper“ vor allem unter jüngeren Fahrgästen beliebt

Stromert: der elektrisch betriebene „Hopper“ in Seligenschaft, Hainburg und Mainhausen Bild: Helmut Fricke

Es ist halb Bus und halb Taxi, das kostenpflichtige digitale Pilotprojekt namens „Hopper“. Es ergänzt das Angebot von Bussen und Bahnen im Kreis Offenbach und fährt bald in mehr als Kommunen als bisher.

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          Fast die Hälfte derjenigen, die sich im Osten des Kreises Offenbach für eine Fahrt mit dem von der Nahverkehrsgesellschaft seit dem Sommer eingesetzten „Hopper“ entscheiden, sind zwischen 18 und 35 Jahre alt. Das kostenpflichtige digitale Pilotprojekt, bei dem ein Zwitterwesen – halb Bus und halb Taxi – registrierte Kunden nicht an einer festen Haltestelle, sondern ganz in der Nähe des jeweiligen Wohnortes aufnimmt, spreche vor allem ein „jüngeres Publikum“ an, urteilte Andreas Maatz, der Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach, angesichts einer gerade ausgewerteten Nutzerbefragung. Durchschnittlich drei Prozent der Fahrgäste seien allerdings im Alter zwischen 76 und 85 Jahren gewesen.

          Markus Schug
          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Dass der in der Region neu eingeführte, von Bund und Land finanziell unterstützte On-demand-Service besonders in der Freizeit stark nachgefragt werde, sei eine weitere Erkenntnis. Um künftig auch für Berufstätige, die zu einer bestimmten Uhrzeit etwa am Bahnhof in Hanau sein müssen, interessanter zu werden, wurde im März ein zusätzliches Angebot eingeführt.

          Verbindliche Abhol- und Ankunftszeiten

          Die bisher schon fast 8000 angemeldeten Kunden können den „Hopper“ neuerdings bis zu 90 Minuten im Voraus buchen – und dabei verbindliche Abhol- und Ankunftszeiten vereinbaren. „Denn gerade für Pendler ist es wichtig zu wissen, dass sie ihren Anschluss zur S-Bahn oder zum Zug erreichen können“, sagte Maatz. Eine Buchung, ob per App oder Telefon, könne am jeweiligen Tag allerdings erst von 5.30Uhr an vorgenommen werden.

          In einem nächsten Schritt soll der „Hopper“, der bisher nur den rund 45.000 Einwohnern in Hainburg, Mainhausen und Seligenstadt zur Verfügung steht, zudem in den Städten Mühlheim, Obertshausen und Heusenstamm unterwegs sein. Der geplanten Ausweitung muss der Aufsichtsrat der Kreisverkehrsgesellschaft, die den Betrieb der aktuell sieben Kleinbusse dem Berliner Unternehmen MWM Mobility Solutions übertragen hat, bei seiner nächsten Sitzung Mitte März jedoch noch zustimmen. Eine andere, von vielen Kunden gewünschte Verbesserung wurde zu Jahresbeginn eingeführt: Seitdem kann das Ticket, als Ergänzung zu EC- und Kreditkarten, auch mit Paypal bargeldlos bezahlt werden.

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