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Hofheim : Hotelbau auf der Therme erst 2008

Badevergnügen ohne Baulärm: die Rhein-Main-Therme Bild: F.A.Z. - Kretzer

Der Bau des neuen Hotels auf der Rhein-Main-Therme in Hofheim beginnt erst in eineinhalb Jahren. Von dem neuen Hotel, das für 18 Millionen Euro errichtet werden soll, erhofft sich der Besitzer sich eine Stärkung seiner Position auf dem Markt.

          Ursprünglich sollte mit dem Bau des neuen Hotels auf der Rhein-Main-Therme schon begonnen worden sein. Doch auch in diesem Jahr werden die Arbeiter nicht anrücken. Der Badespaß in der Therme wird ohne Lärm und Einschränkungen in vollem Umfang weitergehen, obwohl die Stadtverordneten den zusätzlichen zwei Stockwerken für das Hotel schon in ihrer letzten Sitzung vor den Winterferien mit großer Mehrheit zugestimmt haben. Denn Thermenbesitzer Heribert Storck hat ein anderes Projekt vorgezogen, das nach seinem Bekunden derzeit seine ganzen Kräfte beansprucht.

          Heike Lattka

          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          Zunächst einmal müsse das Hotel an der Ostseetherme am Timmendorfer Strand fertiggestellt werden, erst danach könne man mit dem Hofheimer Projekt beginnen. Der Hofheimer Hotelbau sei somit zwar bis Mitte nächsten Jahres aufgeschoben, aber keineswegs aufgehoben. Gegen Ostern 2009 sollten die beiden zusätzlichen Hoteletagen über der Therme, ein zweigeschossiger Anbau und 100 bis 120 zusätzliche Parkplätze eröffnet werden.

          Umsatzgewinn dank Fitnessangebot

          Mit diesem Vorhaben will Storck auf die wachsende Konkurrenz reagieren: Die Mitbewerber in der Region hätten „erheblich nachgerüstet“, sagt er. Die „Welle“ in Ingelheim und andere Betreiber von Spaß- und Freizeitbädern in Mainz oder Wiesbaden unterböten teilweise die Eintrittspreise der Rhein-Main-Therme und nähmen oftmals auch finanzielle Schieflagen in Kauf, weil der Verlust von den kommunalen Trägern ausgeglichen werde. In Hofheim aber werde der Steuerzahler nicht zur Kasse gebeten. Dass die Rhein-Main-Therme trotz stagnierender - wenn auch anhaltend hoher - Besucherzahlen im vergangenen Jahr einen Umsatzgewinn von fünf Prozent verbuche, sei allein den Zuwächsen der Fitnessabteilung zu verdanken. Diese seien „enorm“, sagt Storck.

          Von dem neuen Hotel, das für 18 Millionen Euro errichtet werden solle, erhoffe er sich eine Stärkung seiner Position auf dem Markt. Ein Hotel, das in eine Thermenlandschaft integriert sei, gebe es bisher in der Region noch nicht. Mit diesem „Alleinstellungsmerkmal“ wolle er den Standort Hofheim sichern. Storck möchte Geschäftsreisende gewinnen, die in Frankfurt zuerst Verhandlungen führen und anschließend abseits der Großstadt eine Art Kurzurlaub mit komplettem Wellness-Programm genießen wollen. Den Übernachtungsgästen sollten Pauschalangebote mit verschiedenen Wellness- und Fitnesspaketen angeboten werden.

          Seine Pläne kann Storck ruhig verwirklichen, wie er sagt. Die Irritationen, die es bei den Grundstücksverkäufern gegeben hatte, nachdem der Hotelbau bekanntgeworden war, seien ausgeräumt. Obwohl er nicht dazu verpflichtet gewesen wäre, sei er den Bitten der Stadt Hofheim um Ausgleichszahlungen nachgekommen. Ein Sachverständiger habe den Mehrwert der Grundstücke ermittelt und ein „vertretbarer“ Betrag sei den früheren Grundstückseigentümern nachgezahlt worden.

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