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Hochwasser-Hilfe : Winzer unterstützen Winzer

Flut an der Ahr: Die Weinberge hat es weniger getroffen als die Weingüter. Bild: Lucas Bäuml

Die Weinberge an der Ahr sind vergleichbar glimpflich davongekommen. Hilfe von hessischen Winzerkollegen ist dennoch höchst willkommen. Gelagerte Flaschen und die Gerätschaften in Weinkellern wurden meist stark in Mitleidenschaft gezogen.

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          Rund 560 Hektar groß ist das für seinen Spätburgunder gerühmte Anbaugebiet Ahr, und in einem normalen Jahr ernten die Winzer in den 40 Einzellagen rund vier Millionen Liter Wein. Ob das auch in diesem Jahr gelingt, ist zweifelhaft. Denn viele Weingüter sind zerstört. Keller wurden geflutet, Fässer weggeschwemmt, landwirtschaftliche Geräte vernichtet. Den Schaden allein an gelagertem Wein schätzt der Geschäftsführer des Weinbauverbands Ahr, Knut Schubert, auf bis zu 50 Millionen Euro.

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          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Schon in den ersten Tagen nach der Katastrophe waren zahlreiche Winzer auch aus dem Rheingau im Ahrtal, um ihre Kollegen zu unterstützen. Auch die Geschäftsführerin der Rheingauer Weinwerbung, Andrea Engelmann, war dabei, und sie berichtete hinterher von „Zerstörung, Fassungslosigkeit und Chaos“. Gemeinsam mit Rheingauer Winzern hat Engelmann geholfen, Keller und Gebäude von Schlamm zu befreien. Diese Hilfe solle in den nächsten Wochen bis zur Lese fortgesetzt werden, um die bevorstehende Ernte überhaupt einbringen zu können. Aber noch gibt es vielerorts keinen Strom und kein Wasser. Viele Winzer aus anderen Anbaugebieten seien mit Staplern, Traktoren und Pumpen gekommen, um zu retten, was noch zu retten ist, heißt es vom Deutschen Weininstitut.

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