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Neue Ortsumgehung : Historischer Kern ohne Durchgangsverkehr

Ist-Zustand: morgendliche Rush hour auf der Ortsdurchfahrt von Usingen Bild: Frank Rumpenhorst

Bisher führt eine Straße mitten durch die Stadt Usingen im Taunus. Das soll anders werden, mit einer Umgehung. Die Planung steht vor dem Abschluss. Der Bürgermeister wirbt für sie.

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          Der Bau einer Umgehungsstraße für Usingen könnte in drei Jahren beginnen. Gemessen daran, dass seit vier Jahrzehnten an der Planung gearbeitet wird, ist das keine lange Zeit. Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) ist jedenfalls froh darüber, dass das laufende Genehmigungsverfahren für die Neubaustrecke seinem Ende entgegengeht. Der Rathauschef sieht die Umgehung, die im Bogen nördlich und östlich um die Stadt herumführen soll, als großen Wurf.Aufnehmen soll die Neubaustrecke den Verkehr, der bisher über die Bundesstraßen 456 und 275 fließt.Beide verlaufen bislang durch den historischen Kern der Stadt.

          Jan Schiefenhövel
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zurzeit läuft nach Angaben der Behörde Hessen Mobil das Planfeststellungsverfahren, in dem über die Erlaubnis für den Straßenbau entschieden wird. Die Behörde arbeitet an den Antworten auf die Einwendungen, welche Bürger und Nachbarstädte bei der Offenlage des Plans vorbringen konnten. Nach Einschätzung von Thomas Ramolla, bei Hessen Mobil zuständig für die technische Planung, kann das Verfahren im Jahr 2023 mit dem Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen werden. Damit bestehe dann Baurecht. Im Folgejahr könnten die Bauarbeiten beginnen, die rund drei Jahre dauern würden. Die Nordostumgehung werde 47 Millionen Euro kosten, die der Bund übernehme. Das stehe schon fest, weil das Projekt im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf verzeichnet sei.

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