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Hessisches Hochschulgesetz : Ministerin setzt auf Teilzeitstudenten und Teilzeitprofessoren

Ehre der Lehre: Vorlesungen, Seminare und Praktika sollen künftig regelmäßig evaluiert werden. Von den Dozenten wird mehr didaktische Kompetenz verlangt. Bild: Lando Hass

Hochschuldozenten nach angelsächsischem Vorbild, mehr digitale Lehre, neue Regeln für Hochschulräte und ASten: Das sind einige der Änderungen im Hessischen Hochschulgesetz, die Wissenschaftsministerin Angela Dorn plant. Die Reaktionen sind gemischt.

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          Mehr Qualität in der Lehre, mehr Profil in der Forschung, mehr Teilhabe und Transparenz innerhalb der Unis: Dafür soll die Novelle des Hessischen Hochschulgesetzes sorgen, die bis Ende des Jahres vom Landtag beschlossen werden und spätestens Anfang 2022 in Kraft treten soll. Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Die Grünen) stellte am Dienstag den Referentenentwurf der Neufassung vor, mit dem sich Kabinett und Landtag befassen werden. Dorn sagte, die Novelle werde – wie auch der im Vorjahr beschlossene neue Hochschulpakt – die Hochschulstrategie des Landes unterstützen, deren Leitlinien „Verlässlichkeit, Chancengerechtigkeit und Mut“ seien.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Änderungen im Gesetz, welche die Lehre betreffen, zielen laut Dorn darauf, den Studienerfolg zu fördern und Menschen mit unterschiedlichen Bildungsbiographien zu Abschlüssen zu verhelfen. Um die Qualität von Vorlesungen, Seminaren und Praktika zu steigern, sollen diese regelmäßig unter Beteiligung der Studenten bewertet werden. Auf die Fähigkeit ihrer Lehrenden, Wissen zu vermitteln, müssen die Hochschulen künftig schon in Berufungsverfahren mehr Wert legen. Und nicht nur Professoren, sondern auch Lehrbeauftragte sollen künftig ihre didaktische Kompetenz belegen. Das könnte nach Dorns Worten bedeuten, dass selbst von nebenberuflichen Dozenten mit wenigen Semesterwochenstunden entsprechende Nachweise oder Fortbildungen verlangt werden.

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