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Bilanz nach Corona : HR beendet 2020 mit Verlust

2020 hat dem HR ein abermaliges Minus beschert. Bild: Ricardo Wiesinger

Während der Pandemie ist die Nachfrage nach digitalen Angeboten gestiegen. Dennoch steht beim Hessischen Rundfunk ein Fehlbetrag von 90,5 Millionen Euro zu Buche. Der Rundfunkbeitrag sei zu niedrig, monieren die Verantwortlichen.

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          Der Hessische Rundfunk hat das vergangene Jahr mit einem Minus abgeschlossen. Der Fehlbetrag betrug 90,3 Millionen Euro, weil 596,8 Millionen ausgegeben, aber nur 506,5 Millionen Euro eingenommen wurden. Auch im Jahr 2019 hatte der Rundfunksender einen Verlust erwirtschaftet, damals hatte er 99,6 Millionen Euro betragen. Als Grund gibt der Sender die hohen Rückstellungen für die Altersvorsorge der Beschäftigten an. Blicke man nur auf die laufenden Einnahmen und Ausgaben, so sei das Ergebnis positiv.

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          In einer Pressemitteilung hebt der Frankfurter Sender hervor, man verfüge über genügend liquide Mittel, um den gesetzlichen Auftrag weiterhin zu erfüllen. Die Corona-Pandemie habe zwar Spuren im Geschäftsergebnis hinterlassen, doch stünden den Mehrausgaben zum Beispiel für die Gesunderhaltung der Mitarbeiter auf der einen und niedrigeren Einnahmen etwa durch den Wegfall von Konzerten auf der anderen Seite geringere Ausgaben für Veranstaltungen gegenüber, sodass sich dies etwa ausgleiche.

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