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Aus U-Haft entlassen : Hessischer Oberstaatsanwalt offenbar geständig

Eine Anzeige von der früheren Lebensgefährtin des Juristen hatte die Ermittlungen ausgelöst (Symbolbild). Bild: dpa

Der seit Wochen inhaftierte hessischer Oberstaatsanwalt ist nach einem Geständnis aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Er soll Unternehmen zu Gutachtenaufträgen verholfen und dafür mehr als 240.000 Euro erhalten haben.

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Ein hochrangiger Justizbeamter, dem Bestechlichkeit vorgeworfen wird, ist nach einem Geständnis auf freiem Fuß. Auch ein zweiter Beschuldigter wurde aus der Untersuchungshaft entlassen, wie eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Freitag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuerst hatte der Hessische Rundfunk darüber berichtet.

          „Die beiden bislang inhaftierten Beschuldigten wurden gestern beide vom weiteren Vollzug der U-Haft verschont“, sagte die Sprecherin. „Beide wurden mit umfangreichen Kontaktverboten belegt. Grund für die Haftverschonung war, dass die Beschuldigten geständige Einlassungen abgegeben haben und dadurch die Verdunklungsgefahr minimiert wurde.“

          Der beschuldigte Oberstaatsanwalt der Generalstaatsanwaltschaft soll Unternehmen zu Gutachtenaufträgen verholfen haben. Für die Vermittlung dieser Gutachtenaufträge soll er nach früheren Angaben der Justizministerin allein zwischen 2015 und 2020 mehr als 240.000 Euro erhalten haben. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hatte zuletzt von fünf Beschuldigten in dem Fall gesprochen. Eine Anzeige von der früheren Lebensgefährtin des Juristen hatte die Ermittlungen ausgelöst.

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