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Hessische Natur-Lotterie : Glücksspiel für die Umwelt kaum gefragt

Gewinner: Institutionen wie das Mainäppelhaus am Frankfurter Lohrberg erhalten aus der Umweltlotterie ebenso Zuschüsse wie Schulgärten und kleine Initiativen. Bild: Frank Röth

Vor fünf Jahren hat das Land Hessen eine Natur-Lotterie ins Leben gerufen, deren Erlöse in Umweltprojekte fließen. Die aber fristet trotz guter Chancen ein Nischendasein.

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          Bilder von Rehkitzen, jungen Steinkäuzen, Bienen, Hummeln und Gelbbauchunken erfreuen das Herz von Naturliebhabern ebenso wie Streuobstwiesen, Kräutergärten, Teichanlagen und Fledermaushöhlen. Auf der Internetseite der Umweltlotterie „Genau“ – was für „Gemeinsam für Natur und Umwelt“ steht – finden sich Dutzende hübsche Bilder von ökologischen Projekten in ganz Hessen. Als Lotto Hessen im Frühjahr 2016 das auf Wunsch der Grünen ersonnene neue Glücksspiel vorstellte, hieß es: „Die Gewinner werden doppelt profitieren, 52 Mal im Jahr gewinnt ein gesamter Landkreis oder eine kreisfreie Stadt, alle dort teilnehmenden Tipper und ein Umweltprojekt.“ Genau so sei es gekommen, heißt es heute: „Fünf Jahre nach der ersten Ziehung am 15. April 2016 können wir eine, wie wir finden, beeindruckende Bilanz vorweisen.“ Einschließlich der Ziehung vom 9. April gebe es 261 Umweltprojekte, die sich über jeweils 5000 Euro hätten freuen können, teilt Lotto Hessen auf Anfrage mit. Das entspreche einer Fördersumme in Höhe von mehr als 1,3 Millionen Euro direkter Hilfe für Natur und Umwelt in Hessen. Und die Umwelt profitiere noch darüber hinaus, denn über den Glücksspielstaatsvertrag erhält das hessische Umweltministerium die Erlöse der Lotterie.

          Patricia Andreae
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Angesichts dieser Ergebnisse gibt man sich bei der Lotto-Gesellschaft zufrieden, wie deren Chef Heinz-Georg Sundermann sagt: „Wir haben speziell für unsere Natur in Hessen ein Nischenprodukt geschaffen, das diese fördert und zugleich die großen Jackpotlotterien und klassischen Angebote wunderbar ergänzt und sich deshalb gut entwickelt hat.“ Die Lotterie spreche insbesondere junge, umweltbewusste Familien an, die für die Zukunft ihrer Kinder in ihrer Region etwas tun wollten. „Die Möglichkeit zu haben, auch noch selbst mitbestimmen zu können, welches Umweltprojekt in der Nähe mit 5000 Euro gefördert wird, das macht einen besonderen Reiz aus und gibt das gute Gefühl, nicht nur selbst gewinnen, sondern darüber hinaus für unser Land auch noch wirklich etwas bewegen zu können“, setzt er hinzu. So wie aber die Umweltlotterie weder den Umweltprojekten noch dem Ministerium Millionengewinne beschert, so tut sie es bisher auch bei den Spielern nicht.

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