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Mehr Initiativen und Mittel : Regierung startet Offensive für ländliche Regionen

  • Aktualisiert am

Sollen gefördert werden: Ländliche Regionen, wie hier im Schwalm-Eder-Kreis. Bild: dpa

Die Hessen fühlen sich wohl in ihren ländlichen Regionen, wünschen sich von der Regierung aber auch Unterstützung. Die hat die schwarze-grüne Koalition nun zugesagt - die Opposition allerdings hegt Zweifel.

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          Mit zahlreichen Initiativen und zusätzlichen Mitteln will die Landesregierung die ländlichen Regionen Hessens unterstützen und stärken. Die Offensive „Land hat Zukunft - Heimat Hessen“ soll Anfang Februar nächsten Jahres offiziell starten, kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden an. Darin werden die Maßnahmen aller Ressorts gebündelt. Das Volumen der Mittel, die für die Initiative im Doppelhaushalt 2018/19 vorgesehen sind, umfasst insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro.

          1,3 Milliarden Euro kommen aus dem Kommunalen Finanzausgleich, erklärte der Regierungschef. Dazu sollen weitere Landesmittel fließen. Zur Koordinierung der Initiativen, die unter anderem die ärztliche Versorgung, den Nahverkehr, kulturelle Angebote und mehr Jobs auch im öffentlichen Dienst umfassen, werde eine Stabsstelle in der Staatskanzlei eingerichtet.

          Leben auf dem Land ist beliebt

          Die Landesregierung stützt sich bei der Offensive auch auf die Ergebnisse der sogenannten Zukunftsmonitor-Umfrage, bei der 1100 Hessen repräsentativ befragt wurden. Demnach wünschten sich 93 Prozent der Befragten, dass sich die Landesregierung für die ländlichen Regionen einsetzt, erklärten Bouffier und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). 69 Prozent hätten angegeben, lieber auf dem Land als in den Ballungszentren zu leben. 96 Prozent der Befragten erklärten zudem, dass ihnen Heimat wichtig ist. 85 Prozent der Fläche Hessens ist ländlich geprägt.

          Es gebe keine Spaltung zwischen dem ländlichen und dem Ballungsraum in Hessen, sagte Al-Wazir. Die Landesregierung wolle trotz der demografischen Entwicklung mit zurückgehenden Bevölkerungszahlen in manchen Regionen dafür sorgen, dass das auch so bleibt.

          Die Opposition von SPD und FDP kritisierte die Maßnahmen der schwarz-grünen Koalition dagegen als Werbekampagne vor der Landtagswahl auf Kosten der Steuerzahler. Stattdessen sollten die Kommunen mit ausreichenden Finanzmitteln ausgestattet werden.

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