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Hessische Imker : Ein Drittel der Bienen überlebt Winter nicht

  • Aktualisiert am

Hoher Verlust: In diesem Winter starben besonders viele Bienenvölker in Deutschland. Bild: dpa

In diesem Winter hat es die Bienenvölker besonders hart erwischt. Ihr Bestand sank doppelt so stark wie üblich. Das lag jedoch nicht nur am Wetter.

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          Zahlreiche Bienenvölker in Hessen haben den Winter nicht überlebt. Die Imker schätzen nach einer ersten Bilanz, dass zwischen 30 und 35 Prozent in der kalten Zeit umgekommen sind. Das berichtete der Vorsitzende des Landesverbandes hessischer Imker, Manfred Ritz.

          Normal sei ein Verlust von 10 bis 15 Prozent. Schuld sei die Varroa-Milbe, aber auch Viren. Hessen folgt dem bundesweiten Trend: Kürzlich hatte der Deutsche Imkerbund vermeldet, dass es im Winter hohe Verluste bei den Bienen gegeben habe.

          Mehr als 8000 Imker in Hessen

          Ritz zufolge gingen die Bienen bereits geschwächt in die Winterpause. Das vergangene warme Frühjahr und die frühe Blüte sorgten demnach dafür, dass die Bienen im Sommer nicht mehr genug Nahrung fanden und teilweise hungerten. So hatten Viren und die Milbe leichteres Spiel. Zudem hätten die Milben wegen schlechter Witterungsbedingungen nicht so effektiv bekämpft werden können.

          Imker sollten nun ihre Völker wieder vermehren oder sich von Kollegen aushelfen lassen, riet Ritz. Sie sollten sich nicht Insekten - sogenannte „Paketbienen“ - aus dem italienischen Raum schicken lassen. Dadurch könnten gefährliche Schädlinge eingeführt werden.

          Die Imker zählten zum Ende der vergangenen Saison mehr als 50.000 Bienenvölker in Hessen, um die sich fast 8800 Imker kümmern.

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