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Hessentag : Oberursel hofft auf Hessentag 2011

Heppenheim 2004: Der Festumzug lockt immer zahlreiche Besucher in die Hessentagsstadt Bild: F.A.Z. - Sick

Oberursel hat gute Chancen, im Jahr 2011 „Hessentagsstadt“ zu werden. Ministerpräsident Roland Koch gibt die Entscheidung heute bekannt.

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          Mit Spannung blicken die Oberurseler heute Nachmittag nach Wiesbaden. Um 16 Uhr wird Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bekanntgeben, ob sich die Stadt im Jahr 2011 auch „Hessentagsstadt“ nennen darf. Am 22. September 2005 hatten die Stadtverordneten einstimmig beschlossen, sich um die Austragung des Fests für 2011 zu bewerben - und dem Vernehmen nach stehen die Chancen nun ausgesprochen gut.

          Bernhard Biener

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Schließlich lässt schon der Regionalproporz erwarten, dass nach Alsfeld im Jahr 2010 anschließend wieder eine Stadt aus der südlichen Hälfte des Landes an der Reihe ist. Von dort gibt es üblicherweise weitaus weniger Bewerbungen als aus Mittel- und Nordhessen. Außerdem hat noch nie eine Stadt aus dem Hochtaunuskreis den Hessentag ausgerichtet.

          Vorteilhafte Lage der Stadt

          Als Mittelstadt im Ballungsraum und direkter Nachbar Frankfurts stellte ein Hessentag Oberursel vor besondere Herausforderungen. Ist dessen kulturelles Begleitprogramm in einem Ort an der nördlichen Landesgrenze womöglich ein Höhepunkt auf Jahre hinaus, fügten sich die Konzerte in Oberursel in den üppigen Veranstaltungsreigen des Rhein-Main-Gebiets. Doch die Lage der Stadt hat auch Vorteile, wie sie in ihrer Bewerbung herausgestellt hat:

          Sie wird von U- und S-Bahn erschlossen und ist daher hervorragend mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen - ohne Gefahr, dass der letzte Zug schon dann fährt, wenn sich die Hauptgruppe des Open-Air-Konzerts gerade warmspielt. Spiel- und Aktionsflächen finden sich entlang der Bahntrassen, und die Häuser der Altstadt sind ebenso ein Pluspunkt wie Marktplatz, Bleiche und Rathausplatz als Veranstaltungsorte. Für Popkonzerte hat Oberursel unter anderem die Sportstätten an der Bleibiskopfstraße angeboten.

          Investitionen in Infrastruktur

          Natürlich spielte bei der Bewerbung Oberursels wie bei allen Orten die Hoffnung eine Rolle, mit dem Landesfest seien Investitionen in Infrastruktur und Stadtentwicklung verbunden. Die Stadt will seit Jahren das Umfeld des Bahnhofs umgestalten und den dortigen Bahnübergang ersetzen.

          Auch das historische Bahnhofsgebäude selbst soll erworben oder zusammen mit einem Investor entwickelt werden. Die Südumgehung ist ein weiteres, lange geplantes Projekt, und Geld für den Denkmalschutz wäre in Zusammenhang mit dem Hessentag ebenfalls gut angelegt. Wenn Oberursel auch die erste Ausrichterin im Hochtaunuskreis wäre, die letzte soll es nicht sein. Ende 2005 hat auch Usingen eine Bewerbung beschlossen, für das Jahr 2012 oder später. Bei einem Erfolg Oberursels dürfte es eher später werden.

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