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„Ausdruck von Wertschätzung“ : SPD fordert hessischen Staatsvertrag mit Aleviten

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Als Religionsgemeinschaft anerkannt: Aleviten - hier junge Vertreter während einer Demonstration in Frankfurt Bild: Helmut Fricke

Das Land Hessen soll mit der Religionsgemeinschaft der Aleviten einen Staatsvertrag schließen, wie die SPD im Landtag meint. Dies versteht sie als Ausdruck von Wertschätzung und verweist auf andere Bundesländer.

          Die SPD-Fraktion im hessischen Landtag fordert einen Staatsvertrag mit der Alevitischen Gemeinde. Ein solcher Vertrag sei „Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung“ und trage zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei, heißt es in einem parlamentarischen Antrag. In Hessen leben demnach rund 130.000 Aleviten. Sie sind offiziell als Religionsgemeinschaft anerkannt.

          Der Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel verwies in Wiesbaden darauf, dass es solche Vereinbarungen bereits in Hamburg und Bremen gibt. In Rheinland-Pfalz billigte der Landtag in Mainz vor kurzem einen ersten Vertragsentwurf.

          Mehrere Fragen verbindlich regeln

          Über einen Staatsvertrag könnten Fragen zu wichtigen Themen, etwa alevitische Bestattungen, religiöse Feiertage oder die Gefängnisseelsorge verbindlich geregelt werden, argumentiert die SPD-Fraktion.

          Die liberal-islamische Glaubensgemeinschaft der Aleviten hat ihren Ursprung im schiitischen Islam. Aleviten lehnen die Befolgung der fünf Pflichten des Islam jedoch ab. Auch das islamische Rechtssystem, die Scharia, gilt für sie nicht. Aleviten besuchen keine Moscheen und legen den Koran nicht wörtlich aus. Männer und Frauen gelten als gleich.

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