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Finanzen : Hessens Finanzämter gehen gegen Steuerbetrüger vor

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„Mogelkassen“: Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) will härter gegen Steuerbetrüger durchgreifen. Bild: dpa

Den sogenannten „Mogelkassen“ möchte das hessische Finanzamt einen Riegel vorschieben. Dafür werden Sonderprüfer ausgebildet, die über spezielle Kenntnisse verfügen sollen.

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          Seit Jahren drängt der Bundesrechnungshof darauf, Steuerbetrug mit sogenannten „Mogelkassen“ in Läden oder Kneipen einen Riegel vorzuschieben. Hessen greife nun erstmals spürbar durch, heißt es in einem Bericht der „Offenbach-Post“. Demnach prüfen seit Jahresbeginn Spezialisten der Finanzämter unangemeldet Kassen. Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) sagte in einem Interview der Zeitung: „Die Finanzverwaltung bildet hierzu bei jedem Finanzamt Sonderprüfer aus, die über die speziellen Kenntnisse verfügen, auf Kassendaten zuzugreifen und den Steuerbetrug mit manipulierten Registrierkassen aufzudecken.“

          Diese sogenannte „Kassen-Nachschau“ komme damit zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Die Umstellung elektronischer Registrierkassen auf ein fälschungssicheres System soll erst 2020 erfolgen. Dann gibt es eine Pflicht zur Ausgabe von Quittungen bei elektronischen Kassen. Für offene Handkassen soll diese Pflicht nicht gelten - Würstchenverkäufer zum Beispiel sind nicht betroffen. Minister Schäfer schließt nicht aus, dass das Gesetz nachgebessert werden muss. „Wir müssen bei den Mogelkassen wie bei anderen Arten von Steuerkriminalität leider immer damit rechnen, dass Betrüger alles versuchen, um sich selber zu bereichern und der Gemeinschaft Einnahmen vorzuenthalten.“

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