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Reform der Ausbildung : Neues Rüstzeug für Lehrer

Neues Lernen: Lehrerfortbildung im Medienzentrum Frankfurt Bild: Wolfgang Eilmes

Die hessische Landesregierung will die Ausbildung von Pädagogen neu regeln. Inklusion und Digitalisierung werden Bestandteil des Studiums. Für ihre Pläne erntet sie aber Kritik von Gewerkschaftern.

          3 Min.

          Wer an einer Schule arbeitet, ist heute anders gefordert als vor einem Jahrzehnt. Die Hessische Landesregierung plant deshalb eine Reform des Lehrerbildungsgesetzes von 2011. Das soll die Ausbildung dem Wandel anpassen: Lehrer unterrichten mehr Kinder nichtdeutscher Herkunft, sind ganztags an der Schule, übernehmen Inklusionsklassen, bereiten Jugendliche intensiver auf die Berufswelt vor. Sie müssen sich mit digitalen Geräten auskennen und Schülern beibringen, Medien klug zu nutzen. Das neue Gesetz aus dem Haus von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) soll auch sprachlich ins Jahr 2021 passen: Statt von Lehrerbildung ist da nun von Lehrkräftebildung die Rede.

          Florentine Fritzen
          Korrespondentin im Hochtaunuskreis

          Das Ministerium nennt den Entwurf, der noch vor Ende des Jahres in den Landtag eingebracht werden soll, eine „grundlegende Novellierung“. Lorz will Lehrern das „notwendige Rüstzeug an die Hand“ geben, um den Herausforderungen des Berufs „in höchstmöglicher Qualität gerecht zu werden“ – so formulierte es der Minister im Sommer. Inklusion und Digitalisierung werden Bestandteil des Studiums, des Vorbereitungsdienstes und der Fortbildung. Alle angehenden Lehrer müssen ein Praxissemester machen. An den beiden Staatsprüfungen hält das Ministerium fest.

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