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Nach Großbrand im Lager : Hessen will 200 Flüchtlinge aus Moria aufnehmen

  • Aktualisiert am

Will einen humanitären Beitrag leisten: der hessische Innenminister Peter Beuth Bild: dpa

Nach der Brandkatastrophe im griechischen Flüchtlingslager Moria will Hessen 200 Flüchtlinge aufnehmen. Hessen nimmt damit knapp doppelt so viele Menschen auf, als das Land müsste.

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          Hessen will 200 Flüchtlinge aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria aufnehmen. „Wir haben damit signalisiert, dass wir auch in dieser besonderen Frage einen humanitären Beitrag leisten wollen“, sagte Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag im hessischen Landtag in Wiesbaden. Damit werde Hessen knapp doppelt so viele Menschen aufnehmen, wie das Land nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel leisten müsste.

          Der Innenminister betonte in der Debatte im Parlament die Verantwortung der Bundesregierung bei der Aufnahme der Flüchtlinge. Hessen könne keine „humanitäre Nebenaußenpolitik machen“, erklärte Beuth. Das ändere aber nichts daran, dass das Land auch seinen humanitären Beitrag leisten und in Abstimmung mit dem Bund ein Landesaufnahmeprogramm machen werde.

          Über Nacht obdachlos

          Das Lager auf der Insel Lesbos war vor drei Wochen nahezu vollständig abgebrannt. Anschließend wurden etwa 400 unbegleitete Minderjährige auf das griechische Festland gebracht. Mehrere Tausend Menschen waren durch den Brand über Nacht obdachlos geworden. Griechenland richtete daraufhin ein provisorisches Zeltlager auf der Insel ein. Die griechischen Behörden gehen von afghanischen Migranten als Brandstiftern aus.

          Die ersten von bis zu 150 minderjährigen Migranten aus dem Lager Moria, die Deutschland aufnehmen möchte, waren am Mittwoch in Hannover angekommen. Deutschland hatte nach der Brandkatastrophe angekündigt, 1553 Flüchtlinge von fünf griechischen Inseln aufzunehmen.

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