https://www.faz.net/-gzg-9t04r

Minister lobt „Pionierarbeit“ : Hessen warnt mit neuer App vor Gefahren

  • Aktualisiert am

Vorbild: Auf Katwarn folgt in Hessen nun Hessenwarn Bild: dpa

Auf Katwarn folgt Hessenwarn: Mit dieser neuen App will das Land Hessen die Menschen in diesem Bundesland fortan etwa über Hochwasserlagen und Cyberattacken informieren. Minister Beuth spricht von einer neuen Zeitrechnung.

          1 Min.

          Nach den guten Erfahrungen mit dem Katastrophen-Warnsystems Katwarn hat Hessen eine neue Sicherheits-App entwickelt. Mit Hessenwarn sollen Bürger noch umfassender auf Gefahren aufmerksam gemacht werden. „Damit beginnt für Hessen eine neue Zeitrechnung in der präventiven Sicherheitskommunikation“, sagte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) in Wiesbaden bei der Vorstellung der App. Hessen leiste Pionierarbeit.

          Grundlage ist die unentgeltliche App Katwarn, die über das Smartphone Wetterwarnungen und Verhaltenshinweise für den Ernstfall verbreitet. Hessenwarn hat den Angaben zufolge noch deutlich mehr im Angebot, zum Beispiel Erdbeben- und Hochwassermeldungen, die Warnung vor Betrügern und Cyberattacken, aber auch Produktrückrufe und Schulmeldungen. Einzelne Themenbereiche lassen sich auf Wunsch in der App abstellen.

          Beuth und der „Meilenstein“

          Außerdem sei über Hessenwarn ein Notruf mit Positionsübermittlung möglich, erklärte Beuth und bezeichnete das als einen „Meilenstein“. Anfang nächsten Jahres soll für Autofahrer die Warnung vor Wildwechsel per Update zur Hessenwarn-App hinzukommen.

          Mehr als 600.000 Bürger in Hessen nutzen nach Angaben des Innenministeriums bisher Katwarn und können sich über Hessenwarn jetzt noch umfassender informieren lassen. 20 Landkreise warnten per Push-Benachrichtigung vor Extremsituationen, die übrigen könnten bald folgen. Das Betreiben von Hessenwarn koste das Land jährlich rund 80 000 Euro, sagte Beuth, der die neue App zusammen mit Landespolizeipräsident Udo Münch vorstellte. Für Nutzer sei sie kostenlos.

          Weitere Themen

          Muslimisches Bad, Fahrplanwechsel, „Loverboys“

          F.A.Z.-Hauptwache : Muslimisches Bad, Fahrplanwechsel, „Loverboys“

          Ein Frankfurter möchte ein muslimisches Schwimmbad bauen. Der jährliche Fahrplanwechsel im Dezember bringt eine neue S-Bahn-Station. Die hessische Landesregierung beschäftigt sich mit „Loverboys“. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

          Rotwein als Magnet

          Rheingau Gourmet Festival : Rotwein als Magnet

          40 Spitzen- und Sterneköche aus dem In- und Ausland werden sich die Klinke in die Hand geben. 220 Winzer und Weingüter steuern ihre besten Gewächse bei. Das Rheingau Gourmet Festival kündigt sich an.

          Topmeldungen

          Notstand ausgerufen : In Venedig wächst die Wut

          Mehr als 80 Prozent der Stadt stehen zwischenzeitlich unter Wasser, die Bewohner sind entsetzt – und sauer auf die Politik: Diese gibt zwar jetzt Millionen Soforthilfe, habe beim Hochwasserschutz aber komplett versagt und stattdessen rücksichtslos den Tourismus gefördert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.