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Bestrebungen zum Tierschutz : Zwei Bundesländer fordern Datenbank zu Tiertransporten

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Veterinärbehörden fehlen oft Informationen zu Verladestationen und Transportrouten von Nutztieren. Bild: dpa

Beim Transport von Nutztieren fehlen den Veterinärbehörden oft wichtige Informationen zu Verladestationen und Beförderungsrouten. In Hessen und Schleswig-Holstein soll sich das nun ändern – dem Tierwohl zuliebe.

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          Hessen und Schleswig-Holstein fordern eine bundesweite Datenbank mit Informationen zu Tiertransporten. Ein entsprechender Antrag werde bei der Agrarministerkonferenz in Mainz eingebracht, teilte das hessische Landwirtschaftsministerium in Wiesbaden am Mittwoch mit.

          Die Datenbank solle Informationen zu Verladestationen und Transportrouten von Nutztieren enthalten, sagte Hessens Ministerin Priska Hinz (Grüne). „Nur so können wir den Tierschutz sicherstellen.“ Die Agrarminister kommen von diesem Donnerstag an in Mainz zu einem zweitägigen Treffen zusammen, auf Amtschefebene begann die Konferenz bereits am Mittwoch.

          Den für die Genehmigung von Transporten zuständigen Veterinärbehörden fehlten oft Daten, wo Tiere überhaupt abgeladen und versorgt werden könnten, argumentieren beide Länder. Wenn Rinder aber länger als 29 Stunden ohne Pausen und ohne genügend Futter und Wasser unterwegs seien, dürften Transporte nicht genehmigt werden.

          Ein von einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe erarbeitetes Konzept für eine Datenbank liege seit Mai vor, dennoch habe der Bund eine solche Plattform noch nicht in Auftrag gegeben. Das solle nun endlich erfolgen.

          Hessen hatte Anfang 2019 Tiertransporte in 17 Nicht-EU-Staaten per Erlass verboten, darunter Iran, Kasachstan und die Türkei. Ähnliche Verbote gibt es in Bayern und Schleswig-Holstein.

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