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Hessen-SPD legt Pläne vor : Bachelor und Master statt Lehramtsstudium

  • Aktualisiert am

Reformansinnen: Auch angehende Lehrer sollen nach dem Willen der Hessen-SPD ein Bachelor- und Master-Studium absolvieren. Ob es so kommt, steht dahin Bild: dpa

Zehn Semester für alle – geht es nach der hessischen SPD, wird das künftig für alle Lehrämter gelten. Zudem möchte sie das Bachelor- und Master-System eingeführt sehen.

          Die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag will die Lehrer-Ausbildung neu regeln und mehr Nachwuchskräfte gewinnen. Unter anderem soll laut dem Gesetzentwurf das Studium für alle Lehrämter künftig zehn Semester dauern. „So können wir mehr Inhalte unterbringen“, erklärte der bildungspolitische Sprecher, Christoph Degen, am Donnerstag in Wiesbaden.

          Dazu zähle auch das digitale Lernen. Zudem soll das Lehramtsstudium auf ein Bachelor- und Master-System umgestellt werden. Degen zufolge fördert das die Mobilität der Lehrkräfte in Europa und ermöglicht einen leichteren Quereinstieg für Nicht-Lehrer. Die Fraktion der Linken sieht die Abkehr vom Staatsexamen kritisch. Hier müssten Expertenmeinungen gehört werden, teilte Bildungsexpertin Elisabeth Kula mit.

          Das Referendariat soll nach Ansicht der SPD erhalten bleiben. Ebenso würde laut dem Gesetzentwurf die Fort- und Weiterbildung ausgebaut, auch für Personen, die ohne Lehramt oder Lehrbefähigung unterrichten. Lehrkräfte für Gymnasien können künftig in „Deutsch als Zweit- und Fremdsprache“ und „Arbeitslehre“ ausgebildet werden. Der Gesetzentwurf sei gespickt mit Ideen einer Arbeitsgruppe aus dem Jahr 2009, bemängelte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz.

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